Das Nolans-Projekt zur Förderung seltener Erden nimmt eine entscheidende Hürde. Mit frischen staatlichen Geldern aus Deutschland und Australien füllt Arafura Rare Earths seine Kassen auf fast eine Milliarde australische Dollar. Während die Aktie kurzfristig von der Finanzspritze profitiert, rückt nun die endgültige Investitionsentscheidung in den Fokus der Anleger.
Strategische Gelder aus Deutschland
Die jüngsten Kapitalzusagen sorgen für deutlich mehr Planungssicherheit. Arafura unterzeichnete bindende Vereinbarungen über 230 Millionen australische Dollar (AUD) mit der deutschen Staatsbank KfW und Export Finance Australia (EFA). Damit steigt die gesamte Eigenkapitalfinanzierung auf beachtliche 911 Millionen AUD. Das Unternehmen sucht nun lediglich noch nach rund 134 Millionen US-Dollar an Eigenkapital, um die Finanzierung zu komplettieren.
Interessant für den europäischen Markt ist die konkrete Ausrichtung der Mittel. Die Gelder der KfW fließen im Auftrag des Deutschen Rohstofffonds. Das Nolans-Projekt passt strategisch exakt in dieses Profil, da bereits ein Abnahmevertrag mit Siemens Gamesa besteht. Das gewonnene Neodym-Praseodym (NdPr) soll für die Herstellung von Permanentmagneten genutzt werden, die in Offshore-Windkraftanlagen im Werk Cuxhaven verbaut werden.
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Faire Bewertung fast erreicht
An der Börse sorgte der Deal für spürbaren Rückenwind. Am Tag der Bekanntgabe, dem 1. April, kletterten die Papiere zeitweise um fast zehn Prozent auf 0,3070 AUD. Investoren honorierten die deutlich reduzierte Finanzierungsunsicherheit. Allerdings erfolgte die Ausgabe der neuen Aktien an KfW und EFA zu 0,2447 AUD. Dies entsprach einem Abschlag von 12,6 Prozent zum damaligen Schlusskurs.
Mit einem aktuellen Kursniveau um 0,30 AUD nähert sich der Titel dem durchschnittlichen Analystenziel von 0,33 AUD an. Marktbeobachter verorten den fairen Wert der Papiere bei etwa 0,31 AUD. Das bedeutet, dass die positiven Nachrichten zu einem großen Teil bereits im Kurs eingepreist sind. Ein Blick auf die Historie zeigt zudem ein gemischtes Bild. Während Investoren auf Jahressicht ein Plus von über 90 Prozent verbuchen, steht auf Dreijahressicht noch immer ein Minus von rund 37 Prozent zu Buche.
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Blick auf den Produktionsstart
Bevor die Bagger rollen, müssen noch formelle Hürden genommen werden. Die Aktionäre müssen dem Deal auf einer Hauptversammlung zustimmen. Zudem verfallen die Vereinbarungen, falls die regulatorischen Bedingungen nicht bis zum 1. Dezember 2026 erfüllt sind.
Der entscheidende Termin für das Unternehmen steht bereits im zweiten Quartal 2026 an. Dann soll die endgültige Investitionsentscheidung (FID) für das Nolans-Projekt im Northern Territory fallen. Verläuft dieser Schritt nach Plan, rechnet das Management mit einer drei- bis vierjährigen Bauphase. Der tatsächliche Produktionsstart für die begehrten Seltenen Erden würde sich damit auf das Jahr 2032 terminieren.
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