An den Aktienmärkten spielt sich am heutigen Donnerstag ein fast schon fataler Trend ab. Es geht um Rüstungsaktien allgemein und die Düsseldorfer Rheinmetall im Besonderen. Die kann sich einfach nicht richtig durchsetzen.
Trotz exzellenter Nachrichtenlage kommt die Rheinmetall-Aktie kaum dazu, eine stabile Unterstützung zu bilden. Aktuell gelten lediglich die 1.300 Euro als halbwegs gesichert. Diese Linie ist heute mit dem kleinen Abstand von 57 Euro noch nicht direkt in Sichtweite. Es kann aber nach menschlichem Ermessen wie immer recht eng werden, wenn sich die Aktie nicht schnell löst.
In wenigen Tagen liefern die Düsseldorfer ihre Quartalszahlen. Dann sollte es so weit sein
Am 7.5. kommt die Aktie endlich formal auf den Prüfstand. Das ist eine Gelegenheit, um aufzuräumen. Gelingt dies nicht und sollte der Boden bei 1.300 Euro Risse bekommen, unken Chartanalysten bereits über ein mögliches Absinken in Richtung der 1.000-Euro-Marke. Es ist ein technisches Desaster, das in krassem Gegensatz zur wirtschaftlichen Realität des Konzerns steht. Selbst der jüngste Milliarden-Rahmenvertrag für Uniformen und High-Tech-Equipment wurde von den Börsen bisher nicht im Geringsten goutiert.
Wirtschaftlich betrachtet ist die Situation für die Düsseldorfer dennoch weiterhin stark. Über 14 Mrd. Umsatz, ein Plus von 45 %, werden in diesem Jahr insgesamt erwartet. Die enorme Differenz zwischen dem aktuellen Kurs von 1.357,00 Euro und den Expertenschätzungen von über 2.050 Euro basiert auf einer recht gut fundierten Erwartung: Rheinmetall wird Gewinne und Umsätze massiv steigern.
Wer die Substanz betrachtet, erkennt, dass die strategische Positionierung als wichtigster Lieferantfür die Verteidigungsfähigkeit unangefochten ist. Doch solange der Trend an den Börsen gegen die fundamentalen Fakten arbeitet, bleibt das Papier eine Geduldsprobe für Investoren. Dass der Markt am Vorabend zum 1. Mai keine Dynamik entwickelt, ändert nichts an der Tatsache, dass die künftige Leistungsfähigkeit durch den aktuellen Auftragsberg bereits für Jahre zementiert ist. Wann wachen die Börsen denn auf?
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