BYD hat den Anlegern zur Wochenmitte ganz sicher Gründe geliefert, genauer hinzusehen. Die Aktie legte gestern um 5,09 % zu und schloss bei 10,50 Euro. Heute werden die ersten Gewinne im Umfang von -2,4 % wieder mitgenommen, 10,28 Euro leuchten von den Kurstafeln aus. Aber noch wichtiger als der gestrige Kursanstieg selbst ist allerdings die Entwicklung dahinter. Denn erstmals seit längerer Zeit deuten die aktuellen Unternehmenszahlen darauf hin, dass sich die operative Situation stabilisieren könnte.
Der Blick auf den Mai zeigt ein Bild, das deutlich freundlicher ausfällt als noch zu Jahresbeginn. Mit 383.453 verkauften Fahrzeugen lag BYD leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch die Produktion zog spürbar an und erreichte 380.549 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres entspricht dies einem deutlichen Zuwachs. Das ist bemerkenswert: Zum ersten Mal seit 12 Monaten wurden die Zahlen wieder besser!
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Noch keine Trendwende, aber ein starkes Signal!
Diese Zahlen allein lösen noch keine Trendwende aus. Sie zeigen jedoch, dass die Schwächephase auf dem chinesischen Heimatmarkt möglicherweise ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte. Genau darauf achten Investoren derzeit besonders. In den vergangenen Monaten war die Sorge groß, dass der harte Wettbewerb und der Preisdruck in China die Geschäftsentwicklung dauerhaft belasten könnten. Im Ausland verkauft BYD ohnehin inzwischen mehr.
Vollständig überwunden sind die Probleme noch nicht. Die Gesamtabsätze seit Jahresbeginn liegen weiterhin unter dem Vorjahresniveau, bis dato hat sich ein Minus von -20 % aufgetan. Das allerdings wussten die Märkte schon lange und kalkulieren dies auch ein.
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Aber immerhin: Es geht wieder etwas aufwärts. Das ist insbesondere der Expansion zu verdanken.
Vor allem außerhalb Chinas sehen viele Beobachter erhebliche Chancen. Neue Produktionsstandorte wie in Ungarn oder eventuell bei der Übernahme von Fabriken der Stellantis und die stärkere Präsenz auf internationalen Märkten sollen dazu beitragen, die Abhängigkeit vom Heimatmarkt zu reduzieren. Analysten verstehen das weiterhin. Die Kursziele liegen immerhin ziemlich genau 30 % über dem aktuellen Niveau.
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