Die Aktie von D-Wave Quantum notierte zuletzt bei 20,41 Euro und verlor am Freitag satte 13,59 %. Gleichzeitig zeigt der Blick auf drei Monate ein Plus von 27,05 %. Die Börse bewertet damit sehr unterschiedlich, wie schnell sich die jüngsten Auftragserfolge tatsächlich in Umsätze umwandeln lassen. Es scheint zu Gewinnmitnahmen zu kommen, die ihresgleichen suchen.
D-Wave Quantum: Doch noch gut im Geschäft?
Die wichtigste Unternehmensnachricht stammt aus dem operativen Geschäft. D-Wave erreichte im ersten Quartal Festbuchungen von 33,4 Millionen Dollar und stellte damit einen neuen Unternehmensrekord auf. Gegenüber dem Vorjahreswert von 1,6 Millionen Dollar entspricht dies einem Wachstum von fast 2.000 %.
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Der größte Auftrag kam von der Florida Atlantic University. Die Hochschule bestellte ein Advantage2-System für 20 Millionen Dollar. Zusätzlich gewann D-Wave einen zweijährigen Lizenzvertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen. Die Aufträge zeigen, dass D-Wave zunehmend Kunden außerhalb klassischer Forschungsprojekte gewinnt. Gleichzeitig offenbart der Quartalsbericht eine zentrale Herausforderung. Trotz der Rekordbuchungen lag der Umsatz im ersten Quartal lediglich bei 2,9 Millionen Dollar. Die Differenz zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisierung bleibt damit erheblich. Für Investoren ist genau diese Lücke derzeit eine der wichtigsten Bewertungsfragen.
Die Finanzschätzungen spiegeln diesen Übergang wider. Für 2026 erwarten Analysten Erlöse von 42,42 Millionen Dollar. 2027 sollen die Umsätze bereits auf 85,21 Millionen Dollar steigen. Beim Nettoergebnis werden allerdings weiterhin Verluste erwartet. Für 2026 rechnen Analysten mit minus 131 Millionen Dollar, für 2027 mit minus 178 Millionen Dollar.
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Positiv fällt die Bilanzseite aus. Das Unternehmen verfügt derzeit wohl über liquide Mittel von rund 588,4 Millionen Dollar. Zusätzlich könnte eine Förderung von 100 Millionen Dollar aus dem CHIPS and Science Act zur Verfügung stehen. Diese Mittel sollen den weiteren Ausbau der Technologieplattform unterstützen. Es handelt sich um 100 Millionen US-Dollar vom Handelsministerium. Das ist ausgesprochen beachtlich!
Neben den operativen Fortschritten bestätigten die Aktionäre auf der Hauptversammlung Anfang Juni Alan Baratz und Sharon Holt als Direktoren bis 2029. Außerdem wurden die Vorstandsvergütung sowie die Wiederbestellung von Grant Thornton als Abschlussprüfer genehmigt. Parallel erhielt D-Wave die Zertifizierung als „Great Place to Work“.
Wie es weiter geht, ist dennoch vollkommen offen. Die Schwankungen sind unfassbar.
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