Für das amerikanische Wasserstoffunternehmen Plug Power gestalten sich die vergangenen Handelstage an der Börse schwierig. Zwar konnte die Aktie am Donnerstag um rund 1,6 % zulegen und notiert aktuell bei 2,51 Euro. Der Blick auf die zurückliegende Woche fällt jedoch deutlich ernüchternder aus.

Noch am vergangenen Freitag war das Papier bei 3,24 Euro in den Handel gestartet. Der aktuelle Kurs bedeutet damit innerhalb weniger Tage einen erheblichen Rückgang. Trotz der leichten Erholung steht die Aktie daher weiterhin unter Druck.

Charttechnisch ist die Situation allerdings noch nicht kritisch. Plug Power notiert weiterhin über wichtigen Trendlinien und verteidigt damit formal den bestehenden Aufwärtstrend. Dennoch stellt sich zunehmend die Frage, wie nachhaltig diese Entwicklung auf mittlere Sicht sein wird.

Es bleiben inzwischen die größten Zweifel!

Ein Blick auf die vergangenen Monate zeigt die hohe Volatilität des Titels. Seit Herbst vergangenen Jahres war die Aktie unter starken Schwankungen insgesamt gestiegen. Im Oktober wurden zwischenzeitlich Kurse von über 4 Euro erreicht. Nach mehreren Korrekturphasen konnte sich das Papier zuletzt erneut nach oben arbeiten, bevor nun wieder Gewinnmitnahmen einsetzten.

Die Gründe dafür liegen vor allem in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche. Der vielfach erwartete Wasserstoffhochlauf hat bislang nicht zu dem erhofften kommerziellen Durchbruch geführt. Branchenbeobachter verweisen weiterhin auf hohe Kosten, die insbesondere industrielle Anwendungen bremsen.

Entsprechend schwierig bleibt die Lage für viele Unternehmen des Sektors. Sowohl Plug Power als auch die Wasserstoffgesellschaften Nel und andere bekannte Marktteilnehmer dürften nach Einschätzung vieler Experten im laufenden und voraussichtlich auch im kommenden Jahr weiterhin Verluste schreiben.

Damit treffen derzeit zwei Sichtweisen aufeinander. Auf der einen Seite stehen Trader und technisch orientierte Investoren, die nach dem Übergang der Aktie in einen Aufwärtstrend auf weiter steigende Kurse gesetzt haben. Auf der anderen Seite verweisen fundamental orientierte Beobachter darauf, dass der Aufbau einer profitablen Wasserstoffwirtschaft deutlich mehr Zeit benötigen könnte als ursprünglich erwartet.

Trotz dieser Unsicherheiten geben sich Analysten bislang noch vergleichsweise optimistisch. Die Kursziele sind sogar deutlich positiver aktuell!