Ein enttäuschender Quartalsbericht von GE Vernova genügte, um auch Siemens Energy kräftig unter Druck zu setzen. Zeitweise verlor die DAX-Aktie in der vergangenen Woche mehr als sieben Prozent, obwohl die Zahlen vom US-Konkurrenten nichts am eigenen Geschäft des Münchner Energietechnikkonzerns änderten. Zum Wochenschluss hatte sich der Kurs zwar wieder deutlich erholt und schloss bei 150,32 Euro. Die heftigen Ausschläge zeigen jedoch, wie sensibel Anleger derzeit auf jede Nachricht aus der Branche reagieren.
Siemens Energy: Ein kleines Problem
Dabei hat sich an den langfristigen Perspektiven von Siemens Energy kaum etwas verändert. Der Konzern verfügt inzwischen über einen Auftragsbestand von rund 154 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor. Gleichzeitig wächst weltweit der Bedarf an neuer Energieinfrastruktur. Stromnetze werden ausgebaut, Kraftwerke modernisiert und der steigende Energiebedarf von Rechenzentren sorgt zusätzlich für Investitionen. Diese Entwicklungen sprechen dafür, dass die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens auf Jahre hinaus hoch bleiben dürfte.
Der Fokus richtet sich deshalb bereits auf den 5. August. Dann legt Siemens Energy seine nächsten Quartalszahlen vor. Nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose bereits angehoben hat, erwarten viele Marktteilnehmer erneut solide Ergebnisse. Besonders genau wird verfolgt werden, ob sich die angestrebte Ergebnismarge von zehn bis zwölf Prozent weiter bestätigt. Sie gilt als wichtiger Gradmesser dafür, wie erfolgreich Siemens Energy das starke Wachstum inzwischen in höhere Erträge umsetzen kann.
Zwar sind einzelne Analysten zuletzt etwas vorsichtiger geworden. Barclays etwa zeigte sich zurückhaltender als zuvor. Am grundsätzlichen Bild hat das jedoch wenig geändert. Im Durchschnitt sehen Analysten den fairen Wert der Aktie weiterhin bei rund 198 Euro. Damit ergibt sich aus heutiger Sicht noch ein erhebliches Aufwärtspotenzial.
Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger, ob Siemens Energy genügend Aufträge hat. Daran bestehen derzeit kaum Zweifel. Spannender wird sein, ob die Quartalszahlen Anfang August den Anlegern den nächsten Beleg liefern, dass sich die starke Nachfrage weiterhin in steigenden Margen und Gewinnen niederschlägt. Fällt dieser Nachweis überzeugend aus, dürfte sich der Blick des Marktes wieder stärker auf die fundamentale Entwicklung richten als auf kurzfristige Ausschläge innerhalb der Branche.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 26. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

