Ein Kursverlust von weiteren -0,4 % bringt die Aktie von Plug Power heute wieder näher an eine nachhaltige Abwärtsbewegung. Das Papier notiert nur noch bei 1,73 Euro. Der Abstand zur 100-Tage-Linie beträgt inzwischen 28,7 %, zur 200-Tage-Linie rund 21,6 %.
Mit einem Minus von 11,4 % innerhalb der vergangenen fünf Handelstage verfestigt sich der Eindruck, dass der Markt den Daumen gesenkt hat. Daran ändert auch die Einschätzung vieler Analysten wenig, die die Aktie weiterhin für deutlich unterbewertet halten.
Plug Power: Ist das Papier wirklich unterbewertet?
Neue Unternehmensnachrichten gibt es derzeit kaum. Die gesamte Wasserstoffbranche wirkt an den Aktienmärkten aktuell wie gelähmt. Plug Power verfolgt weiterhin das Ziel, im laufenden Jahr vor Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die Gewinnschwelle zu erreichen. Die Märkte scheinen diesem Ziel allerdings zunehmend skeptisch gegenüberzustehen.
Der heutige Kursverlust bedeutet zugleich den fünften Handelstag in Folge mit einem Minus. Sowohl die technischen als auch die charttechnischen Indikatoren bestätigen derzeit den anhaltenden Abwärtstrend. Eine mögliche charttechnische Unterstützung liegt im Bereich zwischen 1,50 und 1,60 Euro.
Größere neue Impulse blieben zuletzt aus. Nach der Ankündigung, Teile des Projektportfolios zu verkaufen, gab es keine weiteren bedeutenden Nachrichten. Genau darin liegt derzeit eines der zentralen Probleme von Plug Power. Das Unternehmen kämpft aus Sicht vieler Marktteilnehmer weiterhin mit Liquiditätsfragen, weshalb das Vertrauen der Anleger spürbar gelitten hat.
Möglicherweise bringen die anstehenden Quartalszahlen neue Impulse. Sie werden voraussichtlich am 10. August veröffentlicht. Dann wird sich zeigen, ob die Analysten mit ihren vergleichsweise optimistischen Erwartungen richtig liegen. Im Durchschnitt rechnen sie für das zweite Quartal mit einem Verlust von 0,08 US-Dollar je Aktie. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal, als der Verlust bei 0,20 US-Dollar je Aktie gelegen hatte.
Sollten sich diese Erwartungen erfüllen, könnten auch die weiterhin vergleichsweise hohen Kursziele der Analysten wieder stärker in den Fokus rücken.
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