Fast 1,8 % verlor die Aktie von Hensoldt am bisherigen Montag. Aber der Wert ist noch immer hoch bepreist: 94,60 Euro stehen auf den Kurstafeln.
Bei Hensoldt mehren sich derzeit mehrere positive Signale. Der Rüstungselektronik-Spezialist profitiert von einer hohen Nachfrage, einem Rekordauftragsbestand und kräftigem Wachstum im operativen Geschäft. Zudem baut das Unternehmen seine strategischen Kompetenzen weiter aus. Die entscheidende Frage für die Aktie lautet deshalb zunehmend nicht mehr, ob das Geschäft läuft, sondern wie viel von dieser positiven Entwicklung der Markt bereits eingepreist hat.
Diese Zahlen wirken bei der Hensoldt noch immer nach!
Ein besonders wichtiger Faktor ist der Auftragsbestand. Der erreichte zum Ende des ersten Halbjahres mit 10,356 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch und überschritt erstmals die Marke von 10 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg der Auftragseingang auf 2,812 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 1,405 Milliarden Euro erreicht worden waren. Das Volumen hat sich damit nahezu verdoppelt und verschafft Hensoldt eine hohe Visibilität für die kommenden Jahre.
Auch beim Umsatz und Ergebnis zeigt sich die starke Dynamik. Der Halbjahresumsatz kletterte um 24 % auf 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA stieg um 29 % auf 137 Millionen Euro. Weil sich das Geschäft entsprechend robust entwickelt, bestätigte das Management seine Prognose für das Gesamtjahr 2026. Einen wichtigen Beitrag lieferte die Sparte Optronics mit einem Auftragseingang von 971 Millionen Euro. Vor allem Projekte rund um Puma und Schakal sorgen dort für eine anhaltend hohe Nachfrage.
Zudem investiert Hensoldt: Gemeinsam mit Bosch entsteht in Leinfelden-Echterdingen ein neues Entwicklungszentrum für softwarebasierte Verteidigungssysteme. Bis Ende 2027 sollen dort rund 300 spezialisierte Fachkräfte arbeiten. Das Projekt soll die Kompetenzen bei Software, Sensorfusion und digital vernetzten Systemen ausbauen. Parallel hat BlackRock die Schwelle von 3 % überschritten, was das wachsende Interesse institutioneller Investoren unterstreicht.
Die Analysten reagieren auf die starken Geschäftsdaten überwiegend positiv, setzen beim weiteren Kurspotenzial jedoch unterschiedliche Akzente. Die Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel auf 105 Euro und bestätigte „Buy“. JPMorgan hob das Ziel von 85 auf 100 Euro an, bleibt aber bei „Neutral“. Jefferies erhöhte die Zielmarke auf 98 Euro und stufte die Aktie zugleich von „Buy“ auf „Hold“ ab.
Die Stimmung insgesamt ist indes sehr gut.
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