Nach der Kapitalerhöhung bei Deutz greifen Mitglieder des Aufsichtsrats selbst zu. Drei Insider investierten zusammen rund 406.000 Euro in Aktien des Unternehmens. Der Kurs zeigte sich ebenfalls stabil, jedenfalls am Freitag und am Montag noch. Die Aktie verharrt bei ziemlich genau 12,12 Euro.

Aufsichtsräte waren hier zuversichtlich

Die Käufe erfolgten zu Preisen zwischen 11,57 und 11,75 Euro und damit unter dem Freitagskurs. Insgesamt erwarb Helmut Ernst 6.999 Aktien, Dietmar Voggenreiter kaufte 5.000 Stück und Melanie Freytag 22.738 Aktien. Die drei Aufsichtsräte setzten damit kurz nach der jüngsten Kapitalmaßnahme eigenes Geld ein.

Deutz hatte zuvor 15.263.810 neue Aktien bei Investoren platziert. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital um 10 %, brutto flossen rund 179 Millionen Euro in die Kasse. Der Hersteller von Motoren und Antriebssystemen will das Geld unter anderem für die Integration von FFG und die Kooperation mit Kirloskar verwenden.

Bei den bereits bekannten Zahlen zum zweiten Quartal zeigte sich noch ein gemischtes Bild. Der Umsatz war um rund 13 % von 518,1 auf 585,3 Millionen Euro gestiegen. Beim Gewinn je Aktie ging es dagegen von 0,13 auf 0,08 Euro zurück.

Für das Gesamtjahr 2026 werden 0,877 Euro Gewinn je Aktie erwartet. Deutlich optimistischer als der aktuelle Aktienkurs fällt die Einschätzung von Warburg Research aus. Das Analysehaus nennt 19 Euro als Kursziel. Von 12,15 Euro aus entspricht das einem Potenzial von rund 56 %.

Die 179 Millionen Euro aus der Kapitalerhöhung sollen nun zusätzliches Wachstum finanzieren. Dem steht eine um 10 % höhere Zahl an Aktien gegenüber. Für Deutz kommt es damit darauf an, dass die finanzierten Projekte neben zusätzlichem Umsatz auch einen entsprechenden Ergebnisbeitrag liefern. Warburg Research hat sich von seinem Kursziel bislang nicht abbringen lassen.