Weiter abwärts geht es für die Aktie von Plug Power, auch wenn das Papier am Mittwoch 0,2 % zulegte. Mit nur noch 1,69 Euro ist die Aktie nach den jüngeren Einbrüchen ausgesprochen schwach aufgestellt.

Die Nachrichtenlage hat sich dabei kaum verändert, wohl aber die Rahmenbedingungen. Zuletzt wurde bekannt, dass COO Sanjay Shrestha Plug Power verlässt. Diese Personalie allein dürfte den deutlichen Kursverlust allerdings kaum erklären.

Wasserstoffindustrie auch durch Zinsängste noch schwächer

Vielmehr wächst die Sorge, ob die Wasserstoffindustrie insgesamt weiterhin von günstigen Rahmenbedingungen profitieren kann. Der Ölpreis ist wieder deutlich gefallen. Damit verschwindet zumindest ein Teil der Fantasie, die bei hohen Preisen für fossile Energieträger regelmäßig rund um alternative Energiequellen entsteht. Plug Power bekommt diese Entwicklung derzeit deutlich zu spüren. Und dennoch haben die Märkte auch weiterhin Angst vor und wegen möglicher Zinssteigerungen. Die Folge:

Die Aktie befindet sich weit im Abwärtstrend. Bis zur Marke von 2 Euro fehlen inzwischen mehr als 30 Cent. Auch in den USA ist die Marke von 2 Dollar außer Reichweite geraten. Aus technischer und charttechnischer Sicht ist das ein erheblicher Mangel. Neue Impulse für eine schnelle Trendwende sind derzeit kaum zu erkennen.

Die Analysten lassen sich davon bislang nicht beeindrucken. Neue Kursziele wurden am Montag nicht formuliert. Die bestehenden Schätzungen liegen inzwischen mehr als 80 % über dem aktuellen Marktniveau. Damit nähern sich die Erwartungen der Analysten rechnerisch bereits einer Verdoppelung des Aktienkurses.

Die Börse sieht die Situation derzeit komplett anders. Wirtschaftlich wirklich relevante Nachrichten bleiben bei Plug Power spärlich. Immer wieder werden Projekte angekündigt, die zunächst Fantasie erzeugen. Dazu zählt auch das vor einiger Zeit bekannt gewordene mögliche Projekt in Usbekistan mit einem Volumen von 6,1 Milliarden Dollar, an dem Plug Power beteiligt sein könnte. Die entscheidenden Verträge sind allerdings noch nicht unterschrieben.

Die positive Reaktion auf solche Meldungen erwies sich bislang als Strohfeuer. Die Analysten halten dagegen an Kurszielen fest, die inzwischen fast in Richtung einer Verdoppelung weisen.