Administrative Probleme schrecken Anleger oft ab. Bei 2G Energy passiert aktuell das Gegenteil. Der BHKW-Spezialist verschiebt seinen Jahresabschluss wegen Softwareproblemen, markiert an der Börse aber neue Höchststände. Operative Stärke sticht hier bürokratische Verzögerungen aus.
Die Aktie kletterte am Mittwoch auf 57,75 Euro und erreichte damit ein neues Jahreshoch. Seit Januar summiert sich das Kursplus auf knapp 58 Prozent. Dieser Aufwärtstrend trotzt einer negativen Nachricht aus der Unternehmenszentrale. Die Veröffentlichung der Jahreszahlen verschiebt sich in den Juni.
Verantwortlich für die Verzögerung ist die IT. Die Programmierung im neuen ERP-System der Produktionsgesellschaft 2G Heek nimmt mehr Zeit in Anspruch als geplant. Der Vorstand passte den Finanzkalender nach Rücksprache mit den Wirtschaftsprüfern an. Das zieht sich durch das gesamte Jahr: Auch der Halbjahresbericht erscheint nun später, geplant ist der 29. September.
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Operatives Geschäft liefert Rückendeckung
Dass der Markt die IT-Probleme ignoriert, liegt an der operativen Entwicklung. Die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr fallen solide aus. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 398 Millionen Euro. Besonders das Geschäft mit Neuanlagen wuchs zweistellig.
Für das laufende Jahr hält das Management strikt an seinen Zielen fest. Der Umsatz soll auf bis zu 490 Millionen Euro klettern. Die angestrebte EBIT-Marge liegt zwischen 9 und 11 Prozent.
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Fantasie durch Rechenzentren und Politik
Zusätzlicher Rückenwind kommt aus den USA. Eine neue Geschäftseinheit fokussiert sich auf Rechenzentren, erste Lieferungen über den Atlantik sind für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Mehrere Großaufträge im dreistelligen Megawattbereich stehen laut Unternehmensangaben kurz vor dem Abschluss.
Parallel dazu spielt die deutsche Energiepolitik dem Konzern in die Karten. Die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung sieht Ausschreibungen für zwölf Gigawatt steuerbarer Leistung vor. Die Anlagen aus Heek erfüllen diese Anforderungen nach eigenen Angaben bereits heute, inklusive der Wasserstofffähigkeit.
Der nächste offizielle Termin für Aktionäre steht im Spätsommer an. Auf der Hauptversammlung am 19. August in Ahaus wird über die Dividende abgestimmt. Spätestens dann muss das Management belegen, ob die erhofften US-Aufträge tatsächlich planmäßig in den Büchern stehen.
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