Starke Substanzwerte, schwächeres Wachstum beim wichtigsten Beteiligungswert: Bei 3i Group klaffen Fundamentaldaten und Börsenstimmung auseinander. Die Jahreszahlen fielen auf den ersten Blick robust aus. Der Markt konzentrierte sich trotzdem auf Action, den Discounter im Portfolio.
Hoher NAV, starke Private-Equity-Rendite
Im Geschäftsjahr bis Ende März erzielte 3i einen Gesamtertrag von 5,304 Milliarden Pfund. Das entspricht einer Rendite von 22 Prozent auf das zu Jahresbeginn ausgewiesene Eigenkapital. Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 25 Prozent gelegen.
Der verwässerte Nettoinventarwert lag zum Geschäftsjahresende bei 3.030 Pence je Aktie. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 19 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 2.542 Pence.
Getragen wurde das Ergebnis auch von einem Währungsgewinn von 786 Millionen Pfund. Das schwächere Pfund gegenüber dem Euro half spürbar. Das Private-Equity-Geschäft blieb der zentrale Werttreiber und lieferte einen Brutto-Investmentertrag von 5,303 Milliarden Pfund.
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Action bleibt der Taktgeber
Action steuerte allein 4,510 Milliarden Pfund zum Brutto-Investmentertrag bei. Der Discounter erzielte im Kalenderjahr 2025 einen Nettoumsatz von 16 Milliarden Euro. Das Filialnetz wuchs netto um 384 Standorte.
Genau hier liegt aber auch der Nervpunkt. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum lag bis Anfang Mai nur noch bei 2,4 Prozent. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Action noch 6,8 Prozent erreicht.
Das Management verwies auf kühleres Wetter, das saisonale Warengruppen belastete. Auch die Zurückhaltung der Verbraucher in Frankreich drückte auf die Dynamik. In den Niederlanden, Belgien und Südeuropa liefen die Geschäfte dagegen im Rahmen oder besser als erwartet.
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Rückkäufe gegen den Abschlag
3i kündigte ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 750 Millionen Pfund an. Das Programm soll das Grundkapital reduzieren und bis Ende 2026 laufen. Der hohe Abschlag des Börsenkurses auf den ausgewiesenen NAV liefert dafür die naheliegende Begründung.
Beim Dividendenvorschlag legt der Verwaltungsrat ebenfalls nach. Vorgesehen sind insgesamt 84,5 Pence je Aktie, ein Plus von 15,8 Prozent. Eine zweite Zahlung von 48,0 Pence steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre.
An der Börse reichte das zunächst nicht, um die Sorgen um Action zu überdecken. Am Freitag schloss die Aktie bei 25,60 Euro und erholte sich damit um 5,05 Prozent. Auf Wochensicht blieb trotzdem ein Minus von 14,75 Prozent stehen.
Damit bleibt die Aktie klar angeschlagen, obwohl die Bilanzkennzahlen stark wirken. Solange Action nur im niedrigen einstelligen Bereich wächst, dürfte der NAV-Abschlag das zentrale Thema bleiben. Eine Belebung in Frankreich und bei saisonalen Kategorien würde dem Rückkaufprogramm mehr Gewicht geben; ohne sie dominiert weiter die Frage nach dem Tempo des wichtigsten Portfoliounternehmens.
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