3i Group setzt in Frankreich auf Wachstum im Gesundheitsmarkt. Der Beteiligungsinvestor hat sich am Nahrungsergänzer Laboratoire Nutergia beteiligt und rückt damit noch stärker in den Bereich markenstarker Consumer-Unternehmen mit wissenschaftlichem Anspruch.
Nutergia passt gut in diese Linie. Die Marke verkauft natürliche Nahrungsergänzungsmittel vor allem über Apotheken und hat sich über Jahre einen Ruf im Bereich Mikronutrition aufgebaut. Das Unternehmen wächst organisch seit einem Jahrzehnt zweistellig und profitiert von Vertrauen bei Patienten und Gesundheitsfachleuten.
Familienkontrolle bleibt erhalten
Der Deal ist auch deshalb interessant, weil die Gründerfamilie an Bord bleibt. Die Familie Lagarde hält weiterhin eine bedeutende Minderheitsbeteiligung und bleibt operativ eingebunden. 3i will das Wachstum nun beschleunigen.
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Genannt werden dabei mehrere Hebel: mehr Durchdringung in bestehenden Märkten, neue Produkte, stärkere digitale Kanäle und die Expansion in ausgewählte Auslandsmärkte. 3i-Partner Pierre-Axel Botuha verwies auf die starke Marke, die medizinische Herkunft und die Wachstumshistorie von Nutergia. Das Unternehmen passe zu 3is Strategie, differenzierte Firmen mit einem Beitrag zu gesünderem Leben zu unterstützen.
Parallel dazu verweist 3i auf frühere Engagements in internationalen Markenunternehmen mit Nachhaltigkeitsprofil, darunter WaterWipes, MPM und Havea. Der Konzern investiert eigenes Kapital und bleibt damit bei Ein- und Ausstiegen flexibler als klassische Fondsstrukturen.
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Aktie weiter unter Druck
An der Börse hilft der neue Schritt zunächst wenig. Die 3i-Aktie schloss am Freitag bei 25,05 Euro und verlor an diesem Tag 1,84 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 33,38 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten sogar knapp 50 Prozent.
Der Kurs liegt damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 29,03 Euro und noch weiter unter der 200-Tage-Linie bei 38,06 Euro. Das 52-Wochen-Hoch bei 52,00 Euro ist weit entfernt, während der jüngste Tiefpunkt bei 21,65 Euro immerhin noch ein Stück unter dem aktuellen Niveau liegt. Der RSI von 37,6 signalisiert eine schwache, aber noch nicht extrem überverkaufte Lage.
Für 3i bleibt Nutergia ein strategischer Ausbau im Portfolio. Für die Aktie selbst ist es vor allem ein Hinweis darauf, dass der Konzern trotz des Gegenwinds bei anderen Beteiligungen weiter auf Wachstum über neue Marken setzt.
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