AbbVie Aktie: Milliarden-Deal und Produktions-Offensive

Der Pharmakonzern sichert sich exklusive Rechte an einem vielversprechenden Krebsmedikament und erweitert gleichzeitig seine US-Fertigung durch zwei strategische Akquisitionen.

AbbVie Aktie
Kurz & knapp:
  • 650-Millionen-Dollar-Deal für Krebsmedikament RC148
  • Investition von über 175 Mio. Dollar in US-Produktionsstätte
  • Zukauf von Injektionssystem-Technologie für 112,5 Mio. Dollar
  • Strategische Offensive für Pipeline und Fertigungskapazitäten

AbbVie macht ernst: Am Montag gab der Pharmakonzern gleich drei strategische Transaktionen bekannt, die zusammen ein Investment von weit über einer Milliarde Dollar bedeuten. Die Nachrichtenlage zeigt, wie aggressiv das Unternehmen seine Pipeline ausbaut und gleichzeitig die Produktionskapazitäten hochfährt.

Das Herzstück der Ankündigungen ist eine Lizenzvereinbarung mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen RemeGen. AbbVie zahlt 650 Millionen Dollar Vorabgebühr für die exklusiven weltweiten Rechte an RC148 – außerhalb Chinas. Der experimentelle bispezifische Antikörper kombiniert PD-1- und VEGF-Blockade und soll das Immunsystem effektiver gegen Tumore mobilisieren.

Die Krebstherapie befindet sich noch in frühen klinischen Studien, hat aber bereits erste vielversprechende Daten in Kombination mit Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten gezeigt. Für RemeGen winken zusätzlich bis zu 4,95 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen plus zweistellige Tantiemen auf die Nettoumsätze. AbbVie plant, RC148 mit eigenen Krebsmedikamenten wie dem experimentellen Telisotuzumab Adizutecan zu kombinieren – speziell bei Lungenkrebs und Darmkrebs.

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Produktionsausbau in Arizona

Parallel dazu investiert AbbVie über 175 Millionen Dollar in den Erwerb und die Modernisierung einer Produktionsstätte in Tempe, Arizona. Die Anlage kauft der Konzern von West Pharmaceutical Services und will dort rund 200 neue Mitarbeiter einstellen. Die Fabrik verfügt über mehrere Produktionslinien und 3,5-ml-Injektionstechnologie, die für Immunologie- und Neurowissenschafts-Medikamente eingesetzt werden soll.

Doch damit nicht genug: AbbVie erwirbt zusätzlich die gesamten Fertigungs- und Lieferrechte für das SmartDose 3.5mL On-Body Delivery System von West Pharmaceutical für 112,5 Millionen Dollar. Das Injektionssystem macht etwa 4 Prozent der Jahresumsätze 2025 von West aus.

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Was steckt dahinter?

Die koordinierten Transaktionen fügen sich in AbbVies angekündigtes 10-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm für US-Produktionsstandorte über die kommende Dekade ein. Mit den Zukäufen sichert sich der Konzern nicht nur neue Wirkstoffkandidaten, sondern auch die Kontrolle über kritische Fertigungstechnologie und Kapazitäten.

Beide Deals sollen Mitte 2026 abgeschlossen werden. AbbVie beschäftigt derzeit etwa 29.000 Menschen in den USA, davon über 6.000 an 11 Produktionsstandorten. Die Arizona-Akquisition erweitert diese Präsenz deutlich.

Die koordinierte Offensive zeigt: AbbVie bereitet sich auf die nächste Wachstumsphase vor – mit neuen Krebstherapien und der passenden Produktionsinfrastruktur dazu.

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