AbbVie investiert massiv in die eigene Zukunft und setzt dabei auf zwei der aktuell spannendsten Felder der Medizin: Neurowissenschaften und Adipositas. Mit einem 380-Millionen-Dollar-Projekt in den USA will der Pharmariese nicht nur seine Produktionskapazitäten erweitern, sondern auch die heimische Lieferkette absichern. Doch was bedeutet dieser strategische Schritt für die langfristige Wachstumsstory des Unternehmens?
KI-gestützte Produktion in Illinois
Der Kern der neuen Investition liegt am Campus in North Chicago, Illinois. Dort sollen zwei neue Anlagen für aktive pharmazeutische Wirkstoffe (API) entstehen. Bemerkenswert ist dabei der technologische Ansatz: AbbVie plant, modernste Fertigungsverfahren mit künstlicher Intelligenz zu verzahnen, um die Effizienz der Produktion zu steigern.
Hintergrund dieser Maßnahme ist das Ziel, die Kapazitäten für Medikamente der nächsten Generation zu sichern. Insbesondere der Bereich der Adipositas-Behandlung gilt derzeit als einer der größten Wachstumsmärkte der Branche. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2026 beginnen, wobei die volle Betriebsbereitschaft für das Jahr 2029 angestrebt wird. Rund 300 neue Arbeitsplätze für Fachkräfte aus Wissenschaft und Technik sollen dadurch entstehen.
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Rückenwind durch FDA-Zulassung
Zusätzlich zum Ausbau der Infrastruktur verbuchte AbbVie zuletzt einen Erfolg in der Forschungspipeline. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat eine neue Kombinationstherapie im Bereich der Onkologie zugelassen. Das rein orale Behandlungsschema aus Venclexta und Acalabrutinib darf künftig als Erstlinien-Therapie bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) eingesetzt werden.
Analysten werten diese Zulassungserweiterung als wichtigen Faktor, um das Umsatzwachstum in der Onkologie-Sparte weiter zu stützen. Es verdeutlicht die Strategie des Konzerns, bewährte Präparate durch neue Kombinationen aufzuwerten und so den Marktzugang in kritischen Therapiebereichen zu verbreitern.
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Einordnung der Marktlage
An der Börse zeigt sich der Titel derzeit in einer technisch überverkauften Verfassung. Mit einem Schlusskurs von 192,40 Euro am Mittwoch notiert das Papier zwar leicht unter dem Jahresanfangsniveau, hält sich aber weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 183 Euro.
Auffällig ist der aktuelle RSI-Wert von 16,8, der auf eine kurzfristige Übertreibung nach unten hindeutet. In Kombination mit den langfristigen Investitionsplänen – AbbVie plant über das nächste Jahrzehnt insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung und Produktion in den USA zu investieren – ergibt sich ein Bild eines Unternehmens, das konsequent auf Expansion setzt. Nach dem geplanten Baustart im Frühjahr 2026 werden im weiteren Verlauf des Jahres zusätzliche Ankündigungen zu Produktionsstandorten in weiteren US-Bundesstaaten erwartet.
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