AC Immune setzt auf die nächste Generation der Alzheimer-Therapie. Das Schweizer Biotech-Unternehmen will Krankheiten früher erkennen und stoppen. Dafür nutzt die Firma eine spezielle Molekül-Plattform. Für Investoren rücken nun entscheidende Daten in greifbare Nähe.

Gezielte Entzündungshemmung im Gehirn

Das Programm für den Wirkstoff ACI-19764 gewinnt an Bedeutung. Das oral eingenommene Medikament soll Entzündungen im Nervensystem hemmen. Diese Reaktionen befeuern den Verlauf von Parkinson und ALS. Erste Ergebnisse der klinischen Phase 1 erscheinen im weiteren Jahresverlauf.

Parallel dazu präsentieren die Forscher im Juli neue Erkenntnisse auf Fachkonferenzen. Dort stehen auch Diagnose-Werkzeuge im Fokus. Ein spezieller Tracer soll Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn frühzeitig sichtbar machen. Im gleichen Schritt läuft die Forschung an einem Impfstoff gegen Parkinson weiter.

Finanzpolster für klinische Studien

Finanziell hat das Unternehmen einen langen Atem. Die vorhandenen Barmittel reichen laut Management bis zum vierten Quartal 2027. Partnerschaften mit großen Pharmakonzernen sichern die Entwicklung zusätzlich ab. Das Team erwartet bei Erfolg weitere Zahlungen aus diesen Kooperationen.

Hinter den Kulissen läuft derweil ein geplanter Führungswechsel. Die langjährige Gründerin Andrea Pfeifer wechselt in eine beratende Rolle. Das neue Management muss nun beweisen, dass es die wissenschaftlichen Fortschritte in Marktwert übersetzen kann.

Der Fokus liegt nun auf dem zweiten Halbjahr. Dann folgen konkrete Daten zum Parkinson-Programm. Anleger beobachten zudem, wie die neue Führung die Strategie nach dem CEO-Wechsel umsetzt.