Accenture treibt den Ausbau künstlicher Intelligenz massiv voran. Der Konzern investiert gezielt in autonome Systeme für Cybersicherheit und Kundenservice. An der Börse verpufft diese Offensive bisher. Die Aktie notiert nahe an ihrem Jahrestief.

Autonome Agenten im Fokus

Im Mai 2026 hat Accenture zwei strategische Partnerschaften besiegelt. Über den eigenen Risikokapitalarm beteiligte sich das Unternehmen an XBOW und Netomi. Das Ziel: sogenannte agentische KI schneller in die Praxis bringen.

Diese Systeme handeln und entscheiden eigenständig. XBOW nutzt diese Technologie für die Cybersicherheit. Die Plattform simuliert reale Angreifer. So deckt sie Schwachstellen in der Software automatisch auf. Accenture integriert diese Lösung in sein bestehendes Sicherheitsportfolio.

Parallel dazu kooperiert der Konzern mit Netomi. Das Start-up liefert intelligente Agenten für den Kundenservice. Unternehmen können diese KI-Helfer ohne Programmierkenntnisse in ihre Abläufe einbauen. Sie lösen Kundenprobleme proaktiv.

Günstige Bewertung nach Kursrutsch

Trotz der KI-Fantasie meiden Investoren das Papier. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 153,70 Euro. Damit notiert der Wert nur knapp über seinem jüngsten Jahrestief. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf rund 31 Prozent.

Fundamental betrachtet ist Accenture mittlerweile günstiger zu haben. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 12,9. Das ist ein Abschlag zum Branchendurchschnitt von 13,9. Aktionäre erhalten im Mai eine Quartalsdividende von 1,63 US-Dollar je Aktie.

Die neuen Beteiligungen passen zur aktuellen Umbaustrategie. Der Konzern mit seinen 786.000 Beschäftigten will Beratung und operatives Geschäft enger verzahnen.

Im Juni 2026 legt Accenture die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Analysten rechnen mit einem Umsatz von 18,73 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll bei 3,68 US-Dollar liegen. Dann müssen die neuen KI-Investitionen erste messbare Impulse beim Umsatzwachstum liefern.