Sawiris verschiebt Positionen

Bei Adidas sorgt ein Positionswechsel im Umfeld von Aufsichtsratsmitglied Nassef Sawiris für Aufmerksamkeit. Über NNS Investments (Cyprus) Limited wurden umfangreiche Short-Put-Optionen auf den Sportartikelkonzern verlängert. Das ist kein operativer Eingriff, signalisiert aber, wie aktiv das Umfeld rund um die Aktie derzeit steuert.

Am 11. Mai wurden 87.000 Short-Puts mit Fälligkeiten im Mai und Juni geschlossen. Das Volumen lag bei rund 20,83 Millionen Euro, die Basispreise reichten bis 184,40 Euro. Fast zeitgleich wurden 87.000 neue Short-Puts mit Laufzeit bis November aufgebaut. Ihr Volumen: etwa 21,88 Millionen Euro.

Aktie bleibt unter Druck

Am Donnerstag notierte die Aktie bei 144,15 Euro und lag damit leicht über dem Vortagsschluss von 143,85 Euro. Auf Wochensicht steht ein Minus von 4,35 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn ist das Papier um 14,43 Prozent gefallen. Der Kurs liegt damit spürbar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 160,06 Euro, während der RSI mit 72,2 auf eine überhitzte kurzfristige Lage hindeutet.

Parallel dazu bleibt das operative Bild solide. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 6,59 Milliarden Euro, nach 6,15 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 2,72 Euro.

Markt schaut auf den Sommer

Die nächste Belastungsprobe kommt am 30. Juli, wenn Adidas die Zahlen für das zweite Quartal vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die jüngsten operativen Fortschritte reichen, um die schwache Kursentwicklung zu drehen. Analysten nennen derzeit ein durchschnittliches Kursziel von 202,67 Euro — ein deutlicher Abstand zum aktuellen Niveau.