Der Sportartikelhersteller Adidas verlässt den klassischen Rasen. Seit gestern kämpfen Spieler im Mobile Game Brawl Stars um virtuelle Tore, während die neue Partnerschaft digitales Gameplay mit echten Fan-Artikeln verbindet. Adidas will damit die junge Gaming-Kultur erobern.
Virtuelle Trikots und echte Sneaker
Im Zentrum der Kooperation steht der „Adidas Starr Cup“. Das zweiwöchige In-Game-Turnier läuft bis Anfang Juli und lässt Spieler in einem neuen Fußball-Modus antreten. Dabei tragen die Charaktere exklusive Adidas-Skins. Es ist die erste Bekleidungs-Kollaboration für das Spiel.
Parallel dazu bringt der Konzern die digitale Welt in seine Filialen. Ab dem 1. August verkauft Adidas eine spezielle Kollektion für Junioren. Dazu gehören T-Shirts, Trainingsanzüge und angepasste Versionen der bekannten Schuhmodelle Samba und Superstar.
Neue Zielgruppen im Visier
Der Vorstoß in die Gaming-Branche folgt einem klaren Plan. Adidas sucht gezielt Wachstum jenseits klassischer Sportmärkte. Mobile Games bieten direkten Zugang zu einer digital affinen Käuferschicht. Ein logischer Schritt. Die Marke sichert sich so einen Platz im Alltag der jüngeren Generation.
An der Börse kommt die Strategie gut an. Die Adidas-Aktie schloss am Donnerstag bei 176,20 Euro. Allein in den letzten 30 Tagen kletterte der Kurs um über 18 Prozent. Allerdings mahnen technische Indikatoren zur Vorsicht, denn der Relative Strength Index steht aktuell bei 70,2. Dieser Wert signalisiert einen überkauften Markt.
Charttechnik bleibt positiv
Kurzfristig profitiert die Aktie vom starken Momentum. Die charttechnische Lage bleibt aussichtsreich. Der Kurs notiert komfortable 15 Prozent über der 50-Tage-Linie. Hält diese Unterstützung, rückt das alte Jahreshoch von rund 212 Euro wieder in greifbare Nähe. Die Verkaufszahlen der neuen Kollektion im August liefern dann den ersten Beweis für den Erfolg der Gaming-Offensive.
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