Der Sportartikelsektor hat eine gute Woche hinter sich — aber nicht alle profitierten gleich. Puma schloss am Freitag auf dem höchsten Niveau seit März 2025, während Adidas deutlich bescheidener dasteht. Ein Blick auf die Jahreskurve erklärt, warum das wehtut.
Adidas im Schatten des Konkurrenten
Puma legte heute rund fünf Prozent zu und führte den MDAX an. Adidas immerhin: plus 2,6 Prozent auf 153,85 Euro via XETRA — teilweise angetrieben von starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Deckers Outdoor, der im vergangenen Quartal einen Umsatz von 1,12 Milliarden Dollar erzielte und damit die Erwartungen übertraf. Solche Zahlen heben die Stimmung im gesamten Sektor.
Seit Jahresbeginn 2026 liegt die Adidas-Aktie aber rund neun Prozent im Minus. Puma dagegen hat im selben Zeitraum 28 Prozent zugelegt. Nike schneidet mit minus 30 Prozent noch schlechter ab — aber das ist wenig Trost, wenn der direkte Herausforderer aus dem eigenen Heimatmarkt so deutlich vorauseilt.
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Neue Stimme im Aktionariat
Abseits der Kursperformance gibt es eine relevante Meldung aus dem Aktionariat. Der französische Vermögensverwalter Amundi hat seinen Stimmrechtsanteil an adidas AG auf 3,28 Prozent erhöht — eine Schwellenüberschreitung, die das Unternehmen gemäß Wertpapierhandelsgesetz veröffentlichen musste. Zuvor lag der Amundi-Anteil bei 2,99 Prozent. Auf den ersten Blick ist das eine Routinemeldung. Dass ein der größten Fondsmanager Europas seinen Anteil gerade jetzt ausgebaut hat, während der Kurs im Jahresverlauf nachgibt, ist dennoch ein Signal — wenn auch kein eindeutiges.
Die eigentliche Frage für Adidas bleibt die Positionierung rund um die Fußball-WM 2026. Als einer der zentralen Ausrüster der Teilnehmerteams hat das Unternehmen viel Marketingpotenzial. Ob das reicht, um den Rückstand gegenüber einem wiederererstarkten Puma in der Kursperformance aufzuholen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen — die ersten Spieltage des Turniers fallen in den Frühsommer.
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