Aehr Test Systems hat neue Produktionsaufträge für Prüfsysteme im Bereich künstlicher Intelligenz erhalten. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab, beläuft sich das Volumen der Folgebestellungen auf rund 6 Millionen $. Auftraggeber ist der führende Hyperscale-Kunde des Konzerns.

Die Order umfasst Testlösungen für das sogenannte Package-Level Burn-In eines KI-Prozessors der nächsten Generation. Die Auslieferung der bestellten Einheiten soll planmäßig über die kommenden sechs Monate erfolgen.

Kurs gibt am Freitag nach

An der Börse zeigte sich das Papier vor dem Wochenende dennoch schwächer. Die Aktie von Aehr Test gab am Freitag um 2,7 % nach und schloss bei 75,58 €. Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein deutliches Kursplus von 334 %.

Die neue Vereinbarung unterstreicht die Nachfrage nach Testkapazitäten bei hochkomplexen Rechenzentrumschips. Beim Burn-In-Verfahren werden Halbleiterbauelemente unter extremen Bedingungen im Gehäusezustand getestet, um frühe Ausfälle im laufenden Betrieb zu verhindern.

Quartalstermin und Pflichtmitteilungen

Neben den operativen Neuigkeiten gab Aehr Test Systems am Donnerstag den Termin für die anstehenden Geschäftszahlen bekannt. Das Unternehmen wird die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 25. September 2026 endete, am 2. November 2026 nach US-Börsenschluss vorlegen. Im Anschluss ist eine Telefonkonferenz um 17:00 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt.

Zudem gab es regulatorische Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht. Aus den am 2. Oktober veröffentlichten Berichten geht hervor, dass bei mehreren Führungskräften Aktien zur Begleichung von Steuerpflichten im Rahmen von Vesting-Vereinbarungen einbehalten wurden. Dies betraf unter anderem 3.239 Anteile von CEO Gayn Erickson. Den Angaben zufolge handelte es sich hierbei ausdrücklich nicht um Verkäufe über den offenen Markt.

Anleger blicken nach dem jüngsten Auftragseingang nun auf den anstehenden Quartalsbericht Anfang November, der weiteren Aufschluss über die geschäftliche Dynamik im KI-Segment geben dürfte.