AeroVironment schaltet in den Angriffsmodus. Der Spezialist für unbemannte Flugsysteme plant eine drastische Ausweitung seiner Kapazitäten. Das Ziel ist klar: Die weltweit steigende Nachfrage nach moderner Verteidigungstechnologie soll bedient werden.
Fünffache Kapazität geplant
Das Management verkündete ehrgeizige Ziele für die nahe Zukunft. Im vergangenen Jahr stieg die Produktionskapazität bereits um rund 300 Prozent.
Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll ein weiteres Plus von 500 Prozent folgen. Das Unternehmen will mit diesem Schritt den hohen Bedarf an unbemannten Systemen decken.
In Huntsville, Alabama, baut der Konzern seine Standorte massiv aus. Dort steht besonders das System Freedom Eagle-1 im Fokus. Das operative Scaling folgt dem globalen Trend zu höheren Militärausgaben.
Fokus auf Drohnenabwehr
Ein Kernbereich des Wachstums bleibt das Portfolio zur Drohnenabwehr. Systeme wie Titan oder die LOCUST-Lasertechnologie bilden dabei einen mehrstufigen Schutzschirm gegen Luftbedrohungen. Die KI-gestützte Software Halo_Shield koordiniert diese Abwehrmaßnahmen.
Ein Test mit der U.S. Navy verlief kürzlich erfolgreich. Die Laserwaffe von AeroVironment zerstörte alle 18 präsentierten Ziele. Das System nutzt eine präzise Strahlsteuerung, um Bedrohungen effektiv auszuschalten.
An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus bisher nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei 159,90 Euro.
Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von fast 27 Prozent. Damit bleibt der Kurs weit hinter seinem 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro zurück.
Die Integration von BlueHalo macht AeroVironment zu einem Milliarden-Player in den Bereichen Weltraum und gerichtete Energie. Steigende Budgets für Abwehrsysteme könnten hier als langfristiger Treiber wirken.
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