AeroVironment hat eine entscheidende Hürde für den Einsatz von Hochenergielasern im zivilen Luftraum genommen. Das Abwehrsystem LOCUST bestand umfassende Sicherheitstests unter Aufsicht der US-Luftfahrtbehörde FAA. Damit rückt der Schutz kritischer Infrastruktur gegen Drohnenangriffe in greifbare Nähe.

Validierung auf der White Sands Missile Range

Bei den Tests auf dem Militärgelände in New Mexico stand die automatische Abschaltfunktion im Fokus. Diese Technik stellt sicher, dass der Laser ausschließlich verifizierte Drohnen bekämpft und zivile Flugzeuge im Umfeld unberührt lässt. Branchenkenner bewerten die Zertifizierung als Wendepunkt für den Einsatz von gerichteter Energie im Heimatschutz.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die Modernisierung seiner Tracking-Systeme voran. Digitale Antennensysteme sollen künftig herkömmliche Parabolantennen ersetzen. Diese Technik ermöglicht die autonome Verfolgung mehrerer Ziele bei deutlich geringerem Platzbedarf.

Rekordaufträge und gedrückte Stimmung

Die wirtschaftliche Basis für diese Expansion wirkt robust. Der gefüllte Auftragsbestand liegt bei rund 1,1 Milliarden Dollar, während das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr bereits Buchungen über 2,1 Milliarden Dollar verzeichnete. In den ersten drei Quartalen summierten sich die Neuaufträge auf den Rekordwert von 4,5 Milliarden Dollar.

An der Börse spiegelt sich dieser operative Schwung bisher nicht wider. Mit einem aktuellen Kurs von 136,20 Euro markierte das Papier am Donnerstag ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 38 Prozent an Wert verloren.

Der Vorstand hält ungeachtet der Kursentwicklung an seinen Zielen für das Geschäftsjahr 2026 fest. Er erwartet einen Umsatz zwischen 1,85 Milliarden und 1,95 Milliarden Dollar. Konkrete Details zur weiteren Entwicklung folgen mit den nächsten Quartalszahlen im Juni.