AeroVironment baut sein Geschäft jenseits von Drohnen und loitering munitions aus. Der neue Auftrag für das PANTHER-System öffnet dem Konzern ein weiteres Feld im US-Verteidigungsmarkt. Der Aktienkurs reagiert trotzdem schwach. Das macht die Lage für Investoren spannender, aber auch komplizierter.
Neuer Auftrag für SkyRange
AeroVironment hat einen größeren Vertrag zur Integration seines phasengesteuerten PANTHER-Array-Systems auf SkyRange-Plattformen der US-Regierung erhalten. Das Projekt läuft über drei Jahre und zielt auf bessere Datenerfassung bei Raketen- und Waffentests.
SkyRange nutzt hochfliegende Plattformen mit langer Einsatzdauer. Sie sammeln Daten während komplexer Testprogramme. Für AeroVironment ist das wichtig, weil der Konzern damit tiefer in die Testinfrastruktur des Militärs rückt.
Bisher verbinden viele Marktteilnehmer den Namen vor allem mit Drohnen und Switchblade-Systemen. Der PANTHER-Auftrag erweitert dieses Profil. AeroVironment positioniert sich stärker als breiter Anbieter von Verteidigungstechnologie.
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LASSO bleibt ein zweiter Treiber
Parallel läuft die Beteiligung am LASSO-Programm der US Army weiter. AeroVironment hat dort eine Prototype-Vereinbarung für das Switchblade 400-System erhalten. Das Programm sucht tragbare loitering munitions für Infanterieeinheiten.
Die Army setzt dabei nicht nur auf einen Anbieter. Auch Teledyne FLIR mit Rogue 1 und UVision mit HERO-90 gehören zu den ausgewählten Systemen für Tests. Das mindert Abhängigkeiten, erhöht aber den Wettbewerb.
Für das Haushaltsjahr 2026 hat die Army rund 68 Millionen Dollar für LASSO angefragt. Die Summe zeigt, wie stark autonome und halbautonome Präzisionswaffen in den Budgets an Gewicht gewinnen.
Aktie fällt trotz positiver Story
Der Markt preist diese Chancen derzeit nicht ein. Die Aktie notiert bei 135,75 Euro und verliert am Mittwoch 5,63 Prozent. Seit Jahresanfang liegt das Minus bei 37,90 Prozent.
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Auch technisch sieht das Bild angeschlagen aus. Der Kurs liegt auf dem aktuellen Jahrestief und weit unter seinen mittelfristigen Durchschnittswerten. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Analysten bleiben dennoch überwiegend optimistisch. Clear Street hält an „Buy“ fest und nennt ein Kursziel von 293 Dollar. Der durchschnittliche Zielwert der 16 erfassten Analysten liegt bei 302,29 Dollar.
Das Vertrauen hängt stark an der Rolle im US-Programm „Drone Dominance“. Das Verteidigungsministerium will damit die heimische Drohnen-Lieferkette ausbauen. Zugleich soll die Abhängigkeit von ausländischen Komponenten sinken.
Die Risiken bleiben konkret. Die Integration von PANTHER in SkyRange ist technisch anspruchsvoll und läuft über mehrere Jahre. Hinzu kommen mögliche Margenbelastungen durch BlueHalo sowie offene Punkte beim SCAR-Vertrag. Der nächste Kurstreiber dürfte daher nicht nur ein neuer Auftrag sein, sondern der Nachweis, dass AeroVironment diese Programme profitabel skalieren kann.
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