Bei Airbus klaffen technischer Fortschritt und industrielle Realität derzeit auseinander. Während der Flugzeugbauer bei seinem neuen Frachter A350F einen wichtigen Meilenstein feiert, bremsen fehlende Bauteile das Tagesgeschäft aus. An der Börse spiegelt sich diese gemischte Lage wider. Die Aktie notiert bei 43,80 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund zehn Prozent im Minus.
Frachter-Offensive gegen Boeing
In Bremen hat der Konzern die Belastungstests für das Frachttor und die Ladesysteme des A350F abgeschlossen. Ingenieure erprobten die Mechanismen an speziellen Anlagen unter realistischen Bedingungen. Das ist ein entscheidender Schritt vor dem Erstflug, der für später im Jahr angesetzt ist.
Der A350F soll bis zu 111 Tonnen Nutzlast transportieren. Die besonders breite Ladeluke erlaubt es, selbst riesige Flugzeugtriebwerke im Ganzen zu verladen. Mit der leichten Kohlefaser-Konstruktion greift Airbus direkt die Dominanz von Boeing an. Die Amerikaner beherrschen den Markt für Großfrachter bislang mit ihren 777-Modellen.
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Lieferketten bleiben der Flaschenhals
Abseits der Entwicklungslabore kämpft das Management mit einer hartnäckigen Baustelle. Im ersten Quartal übergab Airbus lediglich 114 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Hauptgrund für den Dämpfer ist ein Mangel an Triebwerken. Besonders die Produktion der gefragten A320neo-Familie leidet unter den Engpässen der Zulieferer. Trotz des holprigen Starts hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest. Rund 870 Auslieferungen und ein bereinigtes operatives Ergebnis von etwa 7,5 Milliarden Euro stehen weiterhin im Plan.
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Volatile Aktie und neue Aufträge
Technisch gesehen befindet sich das Papier in einer extremen Lage. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 14-Tage-Sicht ist auf einen Wert von knapp 11 abgestürzt— ein Indikator für einen stark überverkauften Zustand. Die hohe annualisierte Volatilität von fast 48 Prozent unterstreicht die aktuelle Nervosität der Marktteilnehmer.
Operativ reißt die Nachfrage indes nicht ab. Ethiopian Airlines prüft laut Branchenkreisen eine Bestellung von einem halben Dutzend A350-Jets sowie etwa 20 Maschinen des Typs A220. Ein solcher Abschluss würde bestätigen, dass der Druck zur Flottenmodernisierung bei den Airlines hoch bleibt, auch wenn die Auslieferungen kurzfristig stocken.
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