Volle Auftragsbücher, aber stotternde Bänder. Airbus verzeichnete im April den stärksten Monat bei den Auslieferungen im laufenden Jahr. Trotzdem hinkt der europäische Flugzeugbauer seinem US-Rivalen Boeing hinterher. Auch das eigene Jahresziel wackelt.
Im April übergab Airbus 67 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Boeing schaffte im gleichen Zeitraum lediglich 47 Maschinen. Damit schmilzt der Vorsprung der Amerikaner deutlich.
Seit Jahresbeginn lieferte Boeing insgesamt 190 Jets aus. Airbus kommt auf 181 Maschinen. Der anfängliche Rückstand der Europäer schrumpfte zuletzt auf neun Flugzeuge.
Triebwerke bremsen das Wachstum
Ein Meilenstein im April war die erste Übergabe eines A321XLR an Air Canada. Generell dominieren Kurzstreckenjets das Geschäft. Parallel dazu ziehen die Auslieferungen von Großraumflugzeugen an.
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Das Hauptproblem bleibt die Lieferkette. Pratt & Whitney liefert zu wenige Triebwerke für die A320-Familie. Die Folge: Unfertige Flugzeuge stauen sich auf dem Werksgelände. Das bremst die Produktion massiv.
Um das Jahresziel von rund 870 Maschinen zu erreichen, muss Airbus das Tempo drastisch erhöhen. Ab sofort sind mehr als 85 Auslieferungen pro Monat nötig.
Volle Bücher, schwache Aktie
An der Nachfrage mangelt es nicht. Airbus sammelte in den ersten vier Monaten 405 Netto-Neubestellungen ein. Boeing kam im gleichen Zeitraum nur auf 284 Aufträge.
Ende April zählte Airbus fast 9.000 unproduzierte Flugzeuge im Auftragsbuch. Das sichert die Auslastung für mehr als zehn Jahre.
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Die Verzögerungen belasten jedoch die Bilanz. Im Auftaktquartal sank der Umsatz um sieben Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Der Nettogewinn lag bei 586 Millionen Euro.
Einen Lichtblick lieferte die Rüstungssparte. Der Auftragseingang bei Airbus Defence and Space kletterte auf fünf Milliarden Euro. Das federt die Probleme im zivilen Geschäft etwas ab.
An der Börse reagieren Investoren nervös. Die Airbus-Aktie verlor seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent an Wert. Gestern schloss das Papier bei 43,00 Euro. Damit notiert der Kurs nur knapp über dem Jahrestief.
Die kommenden Monate erfordern eine fehlerfreie Logistik. Schafft Airbus den Sprung auf 85 monatliche Auslieferungen nicht, droht eine offizielle Senkung der Jahresprognose.
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