Airbus Aktie: RSI 11 signalisiert Überverkauf

Airbus treibt Produktion voran, kämpft aber mit Lieferengpässen. Die Aktie fällt auf Jahrestief, während Rüstungs- und Zivilgeschäft wachsen.

Airbus Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie auf Jahrestief gefallen
  • Lieferketten bremsen Produktionshochlauf
  • AirAsia erhält erste A321LR
  • Hubschrauber steuern künftig Drohnen

Volle Auftragsbücher und ehrgeizige Produktionsziele prägen das operative Geschäft bei Airbus. An der Börse herrscht indes Katerstimmung. Die Aktie notiert mit 41,00 Euro nur knapp über ihrem Jahrestief. Ein extrem niedriger RSI-Wert von rund 11 signalisiert eine massiv überverkaufte Lage.

Strategischer Umbau bei AirAsia

Die Auslieferung der ersten A321LR an die AirAsia Group markiert einen wichtigen Meilenstein im zivilen Geschäft. Der asiatische Billigflieger baut seine Flotte um. Größere Schmalrumpfflugzeuge mit hoher Reichweite sollen künftig Großraumjets auf der Mittelstrecke ersetzen. Das senkt die Kosten pro Sitzplatz und macht die Airline unabhängiger von schwankenden Kerosinpreisen.

Für Airbus beweist der Deal die Flexibilität der A321neo-Familie. Piloten benötigen keine aufwendigen Umschulungen, die Wartung bleibt innerhalb der Flotte einheitlich. Solche Synergieeffekte treiben den Rekordauftragsbestand des Konzerns auf über 8.700 Maschinen.

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Helikopter steuern Drohnenschwärme

Abseits der zivilen Luftfahrt forciert der Konzern seine Rüstungssparte. Das Management setzt langfristig auf das sogenannte „HTeaming“. Dabei verschmelzen Hubschrauber und unbemannte Flugsysteme zu einer taktischen Einheit. Helikopter fungieren künftig als fliegende Kommandozentralen, die ganze Drohnenschwärme steuern.

Diese Strategie soll die Überlebensfähigkeit in umkämpften Gebieten drastisch erhöhen. Drohnen übernehmen die Zielerfassung aus sicherer Entfernung. Airbus positioniert sich damit für die nächste Generation militärischer Drehflügler und stärkt die europäische Unabhängigkeit im Verteidigungssektor.

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Lieferketten bremsen den Hochlauf

Trotz der starken Nachfrage bleibt der industrielle Hochlauf ein Kraftakt. Bis Ende 2027 will Airbus monatlich 75 Jets der A320-Familie fertigen. Engpässe in der Lieferkette bremsen dieses Vorhaben. Vor allem fehlende Triebwerke von Partnern wie Pratt & Whitney stören den Rhythmus.

Intern peilt der Vorstand für das laufende Jahr dennoch rund 900 Auslieferungen an. Parallel dazu schreitet das ZEROe-Programm voran. In den kommenden Monaten starten Flugtests mit Wasserstoffantrieben, die tiefere Einblicke in die Technologie liefern sollen.

Das aktuelle Kursniveau spiegelt die operativen Hürden wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 16 Prozent an Wert verloren. Investoren blicken nun genau auf die Triebwerkslieferungen im zweiten Halbjahr. Nur wenn die Lieferkette hält, kann Airbus seine ambitionierten Produktionsziele für die A320-Linie planmäßig umsetzen.

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Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

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