Ein siebenjähriger Cloud-Infrastrukturvertrag mit dem KI-Entwickler Anthropic beschert Akamai einen beispiellosen Auftragseingang. Die Vereinbarung umfasst ein festes Volumen von 11,6 Milliarden US-Dollar und sieht die Bereitstellung dedizierter Rechenkapazitäten für CPU-Arbeitslasten vor. Eine vertragliche Option ermöglicht zudem eine Erweiterung um bis zu neun Milliarden US-Dollar.
Am Markt sorgt die Nachricht für eine kräftige Erleichterung. Im vorbörslichen Handel klettert die Aktie am heutigen Freitag um 21 Prozent auf 118,00 Euro, nachdem das Papier gestern noch bei 97,34 Euro aus dem Handel gegangen war.
Hohe Investitionen vor erstem Umsatzbeitrag
Um die zugesagten Kapazitäten bereitzustellen, veranschlagt das Unternehmen erhebliche Mittel. Die vertragsbezogenen Gesamtinvestitionen werden auf rund 5,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Allein für das laufende Jahr 2026 plant der Konzern mit zusätzlichen Investitionen in Höhe von rund 1,7 Milliarden US-Dollar.
Für die Umsetzung arbeitet Akamai mit Partnern zusammen: Jabil wurde autorisiert, Speicherkomponenten im Wert von rund 1,7 Milliarden US-Dollar zu beschaffen, während Lenovo Hardware, Software und Dienstleistungen beisteuert.
Die hohen Ausgaben bedeuten eine spürbare Vorleistung, bevor das Projekt finanzielle Früchte trägt. Auf die Umsatzprognose für das Jahr 2026 hat das Abkommen keine Auswirkung. Erste Umsätze erwartet das Unternehmen erst ab der zweiten Jahreshälfte 2027 mit einer Spanne von 150 bis 300 Millionen US-Dollar. Bis Ende 2028 soll die annualisierte Umsatzrate aus dem Vertrag dann rund 1,7 Milliarden US-Dollar erreichen.
Aktienoptionen für den Großkunden
Teil der Vereinbarung ist eine enge gesellschaftsrechtliche Verflechtung. Akamai gewährte Anthropic einen Warrant über nicht stimmberechtigte Series-B-Vorzugsaktien, die wandelbar in rund 7,7 Millionen Stammaktien sind. Dies entspricht einem Anteil von bis zu fünf Prozent der ausstehenden Aktien bei einem Ausübungspreis von 111,33 US-Dollar je Stammaktienäquivalent.
Rund zwei Prozent der Anteile sind an den Basisvertrag gebunden, während die verbleibenden drei Prozent schrittweise bei Inanspruchnahme der Erweiterungsoptionen fällig werden.
In der Analystengemeinde fällt das Echo geteilt aus. Piper Sandler stufte die Aktie auf Overweight herauf und setzte das Kursziel auf 125 US-Dollar fest. Citigroup hingegen reduzierte das Kursziel von 160 auf 122 US-Dollar und beließ die Einstufung auf Neutral.
Akamai-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Akamai-Analyse vom 25. September liefert die Antwort:
Die neusten Akamai-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Akamai-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Akamai: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

