Trading-Treff

Lenzing AG – Das feine Geschäft mit der Faser

Im Prinzip laufen die Geschäfte beim österreichischen Konzern Lenzing sehr gut. Am 22.02.2018 hat die Unternehmensführung die Erhöhung der Sonderdividende vorgeschlagen. Doch der Kurschart spiegelt die aktuelle Entwicklung aus meiner Sicht nicht ganz wieder. Gibt es dafür einen Grund?

 

Doch beginnen wir ganz am Anfang mit der Aktienanalyse der Lenzing AG.

 

Lenzing AG im Kurzportrait

 

Lenzing ist ein österreichischer Konzern, welcher sich seit dem Jahre 1938 der Zollstoff- und Viscosefasern Herstellung und Vertrieb widmet. Über die Jahre hat sich das Unternehmen zu einem Spezialisten für die Produktion von Cellulose Viskosefasern für eine Vielzahl von Bereichen entwickelt. Um einen kleinen Auszug aus den Anwendungsbereich zu erwähnen, so finden die Fasern beispielweise ihren Einsatz in der Automobilindustrie (Sitze, Dachhimmel), Textilfasern für Kleidungsstoffe, Möbel, Industriekleidung bis hin zu Schuhen oder Jens Stoffen.

In den letzten vier Jahren hat das Unternehmen kontinuierlich seinen Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Dividenden-Ausschüttungen sind ebenso gestiegen. Und wie am Anfang schon erwähnt, so soll es für das Jahr 2017 neben der regulären Dividende von 3,00 Euro auch eine Sonderdividende in Höhe von zusätzlich 2,00 Euro geben. Auch wenn die abschließenden Geschäftszahlen für 2017 noch nicht vorliegen so deutet sich an, dass auch das Jahr 2017 sehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt bei über 50%. Regelmäßige Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen auch in Zukunft die Vermarktung von innovativen Produkten sicherstellen. Aus Holz und Zellstoff basierende Fasertechnologien sollen in Zukunft weitere umweltfreundliche Nischenprodukte entwickelt werden und die Gewinnmargen des Unternehmens steigern.

Trotz dieser positiven Rahmendaten gibt es ein Sorgenkind – der Kurschart der Lenzing-Aktie.

 

Chartanalyse der Lenzing-Aktie

 

Das Management von Lenzing hatte bereits Mitte 2017 einen „verhaltenen“ Ausblick für 2018 durchblicken lassen. Das hat die Aktie seit Mai 2017 stark unter Druck gesetzt. Im folgenden Chart sehen Sie deutlich, wie die Aktie in 05/2017 stark abverkauft wurde.

 

Im Monatschart gut zu erkennen - Der Abverkauf in der Lenzing Aktie
Lenzing-Aktie im Monatschart

 

Das 2016-KGV lag bei einem Wert von ca. 14. Die Aktie hatte Ende 2016 einen Wert von ca. 113 Euro. Auch wenn der Gewinn für 2017 noch nicht offiziell ist, könnte das KGV erneut in diesem Bereich liegen oder sogar tiefer ausfallen. Dieser Umstand würde der Aktie von Lenzing einen weiteren positiven Aspekt zuschreiben.

Ein weiteres Argument ist das Fiboncci Retracement. Basierend auf dem Monatschart sind wir nun am 61,8er Retracement angekommen, was für eine tief gelaufene Korrektur der Aktie spricht. Hier versucht sich die Aktie nun zu stabilisieren. Im folgenden Wochenchart wird die erste, vorsichtige Bodenbildung deutlich.

 

Lenzing AG im Wochenchart

 

Bereits im November 2017 wurde die Marke von ca. 96 Euro getestet. Außerdem konnte die Aktie im Februar 2018 die Schwelle von 96 Euro erneut verteidigen. In der abgelaufenen 08. Kalenderwoche 2018 hat die Aktie im Wochenverlauf ein Zuwachs von mehr als 7% erzielen können. Sollte das nun die Wende einläuten?

Wir dürfen gespannt sein.

 

Mögliches Kaufsignal in Lenzing-Aktie?

 

Lenzing AG – Fazit

 

Meiner Meinung nach gehört die Aktie auf jede Watchliste. Sollte es der Aktie von Lenzing gelingen, den Boden bei 96 Euro zu verteidigen, sowie nachhaltig über den gleitenden Durchschnitt SMA20 (türkise Linie im Bild) springen, so dürfen wir uns auf weitaus höhere Kurs in der Aktie gefasst machen. Das Unternehmen mit seinen einzigartigen Produkten hat jedenfalls mein Vertrauen.

Gruß euer THF-Trader

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