Allianz Aktie: 1,75 Milliarden Euro Rückkauf offen

Allianz Aktie

Allianz liefert zum Jahresstart genau die Mischung, die Dividendenjäger mögen: Rekordgewinn, höhere Ausschüttung und ein laufendes Rückkaufprogramm. Der Haken liegt nicht in der Kapitalrückgabe. Er liegt im Umfeld für Kreditrisiken und Marktvolatilität.

An der Börse bleibt die Reaktion ruhig. Die Aktie notiert bei 379,30 Euro, ein Plus von 0,85 Prozent am Tag. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Gewinn von 7,97 Prozent.

Der Kurs liegt über dem 50- und dem 200-Tage-Durchschnitt. Mit einem RSI von 69,0 wirkt die Aktie kurzfristig bereits recht weit gelaufen.

Rekordgewinn stützt Rückkäufe

Allianz erzielte im ersten Quartal einen operativen Gewinn von 4,5 Milliarden Euro. Das waren 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Treiber waren vor allem die Schaden- und Unfallversicherung sowie das Asset Management.

Noch stärker fiel der Kerngewinn aus. Er stieg auf 3,8 Milliarden Euro, auch wegen Einmalgewinnen aus dem Verkauf indischer Gemeinschaftsunternehmen. Bereinigt davon lag das organische Wachstum bei 7 Prozent.

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Die Kapitaldecke bleibt robust. Die Solvency-II-Quote lag zum Quartalsende bei 221 Prozent. Das gibt dem Konzern Spielraum für Ausschüttungen und Rückkäufe.

Viel Rückkaufvolumen bleibt offen

Am 25. Februar 2026 kündigte Allianz ein neues Rückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro an. Es läuft seit Mitte März und soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

Bis einschließlich 4. Mai hat der Konzern rund 2,027 Millionen eigene Aktien erworben. Dafür flossen rund 750 Millionen Euro. Damit ist erst ein Teil des Programms umgesetzt.

Offen bleibt ein Volumen von etwa 1,75 Milliarden Euro. Die zurückgekauften Aktien zieht Allianz ein. Die Zahl der ausstehenden Aktien dürfte dadurch um rund 1,7 Prozent sinken.

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Auch die Dividende fiel höher aus. Am 12. Mai 2026 flossen 17,10 Euro je Aktie an die Aktionäre. Das entsprach einem Anstieg von rund elf Prozent.

Der Konzern zahlt seit 25 Jahren Dividende. Seit 17 Jahren wurde die Ausschüttung nicht mehr gesenkt. Für 2025 bis 2027 plant Allianz zusätzlich Rückkäufe von mindestens 15 Prozent des Jahresüberschusses.

Allianz Trade bleibt der Risikopunkt

Ein Teil des Umfelds wird schwieriger. Die weltweiten Unternehmensinsolvenzen stiegen 2025 um rund 6 Prozent. In Deutschland fiel der Anstieg noch deutlicher aus.

Dort legten die Fälle um 11 Prozent auf rund 24.300 zu. Allianz Trade erwartet für 2026 einen weiteren Anstieg, wenn auch in schwächerem Tempo. Höhere Kreditausfälle können die Kreditversicherung direkt belasten.

Am Ausblick hält das Management fest. Für 2026 peilt Allianz weiter ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro an, mit einer Bandbreite von einer Milliarde nach oben oder unten. Bis Jahresende soll das Rückkaufprogramm abgearbeitet sein; der offene Betrag macht es zum wichtigsten Kapitalthema der kommenden Monate.

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