Allogene Therapeutics gewinnt wertvolle Zeit. Das Biotech-Unternehmen hat seine Verluste reduziert und die Liquidität massiv gestärkt. Für die Entwicklung neuartiger Zelltherapien ist das ein entscheidender Puffer.
Der Nettoverlust sank im ersten Quartal 2026 auf 42,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei knapp 60 Millionen US-Dollar. Im gleichen Schritt hat das Management die finanzielle Reichweite deutlich ausgebaut.
Ende März verfügte Allogene über liquide Mittel von rund 267 Millionen US-Dollar. Eine Kapitalerhöhung im April brachte weitere 188 Millionen US-Dollar ein. Damit ist der Betrieb nach Firmenangaben bis zum ersten Quartal 2029 finanziert.
Trotz der operativen Fortschritte geriet die Aktie unter Druck. Das Papier verlor am Donnerstag rund acht Prozent auf 2,15 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein sattes Plus von fast 60 Prozent.
Fortschritte in der klinischen Pipeline
Im Zentrum der Forschung steht die ALPHA3-Studie mit dem Wirkstoff Cema-cel. Erste Daten zeigen eine MRD-Clearance-Rate von 58,3 Prozent bei Patienten mit Lymphomen. In der Kontrollgruppe erreichten lediglich knapp 17 Prozent diesen Wert.
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Besonders positiv werten Beobachter das Sicherheitsprofil. Bisher traten keine schweren Nebenwirkungen wie das Zytokin-Freisetzungssyndrom oder Nervenschäden auf. Belastbare Daten zum ereignisfreien Überleben erwartet das Unternehmen allerdings erst Mitte 2027.
Strategischer Rückzug aus Asien
Indes ordnet Allogene seine Partnerschaften neu. Die exklusive Lizenzvereinbarung mit Overland Therapeutics für den asiatischen Markt wurde beendet. Allogene behält lediglich eine Minderheitsbeteiligung von drei Prozent an dem ehemaligen Partner.
Der Fokus liegt nun verstärkt auf den eigenen Programmen in den USA und Europa. Für das Gesamtjahr 2026 kalkuliert der Vorstand mit operativen Barausgaben von etwa 165 Millionen US-Dollar. Ein nächstes Update zum Autoimmun-Programm ALLO-329 ist für das vierte Quartal 2026 angekündigt.
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