Ab Januar 2027 schließt das Pentagon chinesisches Wolfram aus. US-Rüstungskonzerne brauchen dringend neue Lieferanten. Für Almonty Industries ist das eine Steilvorlage. Der Bergbaukonzern bringt sich gerade massiv in Position.

Im April verlegte Almonty den Hauptsitz nach Dillon in Montana. Der Umzug folgte auf den Kauf des Gentung-Wolframprojekts. Im zweiten Halbjahr soll dort die Produktion starten. Fast die Hälfte der Fördermenge ist bereits für US-Käufer reserviert. Das passt perfekt zur Strategie Washingtons.

Südkorea sichert die Margen

Parallel dazu läuft das südkoreanische Sangdong-Projekt an. Ende März startete dort die erste Verarbeitungsphase. Die Mine könnte bei voller Auslastung rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken. Die Erzqualität liegt dabei dreimal höher als im globalen Durchschnitt. Das schützt die Gewinnmargen bei möglichen Preisschwankungen.

Diese operative Dynamik spiegelt sich in den Zahlen für 2025 wider. Der Jahresumsatz kletterte auf 32,5 Millionen US-Dollar. Im vierten Quartal sprang der Erlös sogar um 39 Prozent nach oben.

Dennoch steht unter dem Strich ein Nettoverlust von fast 162 Millionen kanadischen Dollar. Die Ursache ist paradox. Der Fehlbetrag resultiert laut Management größtenteils aus unbaren Bewertungsanpassungen von Derivaten. Diese sind direkt an den stark gestiegenen Aktienkurs gekoppelt.

Massive Kursgewinne locken Fonds an

Die Börse feiert die Entwicklung. Kein Wunder. Seit Jahresbeginn schoss die Aktie um rund 127 Prozent nach oben. Auf Zwölf-Monats-Sicht steht ein Plus von fast 685 Prozent auf dem Kurszettel. Aktuell notiert das Papier bei 27,30 kanadischen Dollar.

Analysten bleiben optimistisch. Texas Capital startete die Beobachtung im April mit einem Kaufvotum. Das Kursziel liegt bei 25 US-Dollar. Die Zahl der investierten institutionellen Fonds stieg zuletzt deutlich auf 107 an.

Am 9. Juni treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Toronto. Neben den Finanzzahlen steht die Wahl von sieben Direktoren auf der Agenda. Angesichts der prall gefüllten Kassen nach zwei großen US-Finanzierungsrunden dürfte die Kapitalallokation im Mittelpunkt stehen.