Almonty Aktie: 114 Prozent Plus seit Jahresbeginn

Almonty-Aktie erholt sich um 7,4 Prozent, angetrieben von Diskussionen um die strategische Bedeutung von Wolfram als kritischer Rohstoff.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Wochenplus von 7,4 Prozent
  • Antrieb durch Rohstoff-Debatte
  • Quartalsumsatz steigt um 221 Prozent
  • Widerstand bei 26,36 CAD

Die Aktie des kanadischen Wolfram-Produzenten Almonty hat die vergangene Handelswoche mit einer leichten Erholung beendet. Bei einem Schlusskurs von 25,80 CAD lag das Papier rund 7,4 Prozent über dem Wert der Vorwoche. Der Antrieb kam nicht vom Unternehmen selbst, sondern von der anhaltenden Debatte um die strategische Bedeutung von Wolfram in der Lieferkette für kritische Rohstoffe.

Am 22. Mai hatten mehrere Finanzportale die Wolfram-Erzählung neu belebt. Kalkine Media stellte den Diversifizierungsaspekt in den Mittelpunkt, Simply Wall St verknüpfte die Almonty-Story mit der Geopolitik des Rohstoffs und dem Hochlauf des südkoreanischen Sangdong-Projekts. Diese Aufmerksamkeit war der wichtigste Kurstreiber der Woche. Die letzte eigene Mitteilung von Almonty stammt vom 11. Mai mit den Zahlen zum ersten Quartal.

Kursmuster nach dem Ausverkauf

Die Woche begann von einem schwachen Niveau. Nach dem Schlusskurs von 23,69 CAD am 19. Mai stieg die Aktie bis zum 21. Mai auf 25,89 CAD, bevor sie am Freitag leicht auf 25,80 CAD nachgab. Der Wochenverlauf zeigt eine Stabilisierung nach dem deutlichen Rücksetzer Mitte Mai. Damals war der Kurs von 30,27 CAD (12. Mai) innerhalb von zwei Tagen auf 25,20 CAD gefallen.

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Ein Blick auf die längerfristige Entwicklung relativiert die jüngste Schwäche: Der RSI liegt bei 70,4 und signalisiert eine leichte Überhitzung. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 26,04 CAD wird nur knapp unterschritten, der 200-Tage-Durchschnitt bei 15,61 CAD weit übertroffen. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 114 Prozent zu Buche.

Fundamentale Bilanz bleibt stark

Das Quartalsergebnis vom 11. Mai liefert den fundamentalen Anker. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar, getrieben von höheren APT-Preisen für Wolfram und der stabilen Performance der Mine Panasqueira. Der operative Cashflow drehte von minus 4,4 auf plus 9,7 Millionen Dollar. Der bereinigte EBITDA betrug 6,1 Millionen Dollar nach minus 2,4 Millionen im Vorjahr.

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Allerdings blieb unterm Strich ein Quartalsverlust von 5,3 Millionen Dollar oder 0,02 Dollar je Aktie. Die Liquidität liegt mit 259,9 Millionen Dollar nahe dem Niveau zum Jahresende 2025.

Technische Prüfsteine für die neue Woche

Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 22,30 CAD, dem Tief vom 19. Mai. Die erste Widerstandszone bildet das Freitagshoch bei 26,36 CAD, gefolgt vom 30,55 CAD des 13. Mai. Für die kommende Woche ist der kritische Punkt: Kann die Wolfram-Erzählung die Stimmung stützen, ohne dass eine neue unternehmenseigene Nachricht kommt? Ein nachhaltiger Sprung über die 50-Tage-Linie würde das kurzfristige Bild verbessern. Ein Rückfall unter 22,30 CAD würde die Erholung infrage stellen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.