Almonty Industries hat seinen langfristigen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders, einem Unternehmen der Plansee Group, deutlich ausgeweitet. Wie das Unternehmen per Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht bekanntgab, verlängert die im Juli vereinbarte Vertragsänderung die Laufzeit für die Produktion aus Sangdong Phase I von 15 auf 21 Jahre.
Zugleich steigt das kontrahierte Gesamtvolumen um 40 Prozent auf 4,41 Millionen MTU, während sich die Preiskonditionen um rund 6,3 Prozent verbessern. Beim aktuellen Preisniveau ergibt das einen erwarteten jährlichen Vertragsumsatz von 490 Millionen US-Dollar.
Der erweiterte Vertrag fällt in eine Phase, in der Sangdong operativ Fahrt aufnimmt. Die südkoreanische Mine im Gangwon-Distrikt hat im Juni begonnen, gelagertes Rohmaterial durch die neu in Betrieb genommene Aufbereitungsanlage zu verarbeiten und verkaufsfähiges Wolframkonzentrat herzustellen. Damit vollzieht das Projekt den Übergang von der Entwicklungs- in die Produktionsphase.
Für Anleger ist die langfristige Abnahmezusage ein wichtiges Signal: Sie schafft Planungssicherheit für genau jenen Zeitraum, in dem Sangdong seine volle Kapazität erreichen soll.
Zahlenbasis aus dem zweiten Quartal noch ohne Sangdong-Beitrag
Die zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 stammen noch fast ausschließlich aus der Panasqueira-Mine, da sich Sangdong zum Bilanzstichtag Ende Juni noch in der Inbetriebnahme- und Hochlaufphase befand.
Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 498 Prozent auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, getrieben vor allem von einem europäischen APT-Wolframpreis, der von rund 453 auf etwa 3.075 US-Dollar je MTU sprang. Das operative Ergebnis aus dem Bergbaugeschäft drehte von einem Verlust von 0,9 Millionen auf einen Gewinn von 26,1 Millionen kanadische Dollar, bei einer Bruttomarge im Minengeschäft von 60,7 Prozent.
Unter dem Strich wies Almonty einen Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadische Dollar aus, der jedoch maßgeblich durch nicht zahlungswirksame Bewertungsgewinne aus Derivaten und Warrants in Höhe von rund 173,1 Millionen kanadische Dollar geprägt war.
Die operative Geschäftstätigkeit erzeugte im ersten Halbjahr 2026 einen Mittelzufluss von 31,6 Millionen kanadische Dollar, nach einem Abfluss von 14,9 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Barreserven beliefen sich zum 30. Juni auf rund 1,23 Milliarden kanadische Dollar, gestützt durch die zuvor platzierte Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar.
Kapitalmaßnahmen und institutionelles Engagement
Almonty hat zudem Schelfregistrierungen eingereicht, die die potenzielle Ausgabe von Stammaktien im Gegenwert von rund 246,79 Millionen US-Dollar erlauben, darunter eine Komponente im Zusammenhang mit Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.
Parallel dazu bauten institutionelle Investoren ihre Positionen im zweiten Quartal spürbar aus: BlackRock stockte um mehr als sechs Millionen Aktien auf, T. Rowe Price erhöhte über zwei verbundene Einheiten um zusammen rund 10,8 Millionen Aktien.
Auf der Verkäuferseite trennte sich Insider Mark Trachuk Anfang Juli von rund 200.000 Aktien zu etwa 16,97 US-Dollar je Stück, was 7,4 Prozent seines direkten Aktienbestands entsprach.
Der erweiterte Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders untermauert die strategische Bedeutung von Sangdong für die westliche Wolframversorgung außerhalb Chinas. Für Anleger verschiebt sich der Blick damit zunehmend von den noch von Panasqueira geprägten Quartalszahlen hin zur Frage, wann und in welchem Umfang Sangdong seinen vollen Produktionsbeitrag liefert.
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