Almonty Industries hat seinen wichtigsten Liefervertrag deutlich aufgewertet. Der Wolfram-Produzent verlängert und erweitert die Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders (GTP) — einem zentralen US-Verarbeiter für das Metall. Für Almonty bedeutet das mehr Umsatzsicherheit über einen deutlich längeren Zeitraum.
Längere Laufzeit, mehr Volumen, höhere Preise
Der neue Vertrag verlängert die Laufzeit für Wolframkonzentrate aus der Phase-I-Produktion der Sangdong-Mine in Südkorea von 15 auf 21 Jahre. Das Gesamtvolumen steigt um 40 Prozent auf 4,41 Millionen Metric Tonne Units. Zusätzlich erhöht die neue Preisformel die Verkaufspreise um 6,3 Prozent.
Almonty rechnet dadurch mit mindestens 30 Millionen US-Dollar zusätzlichem Jahresumsatz. Das verschafft dem Unternehmen deutlich mehr Planungssicherheit beim Cashflow.
Der Vertrag deckt rund 90 Prozent der Phase-I-Produktion von Sangdong ab. GTP gehört zur österreichischen Plansee-Gruppe und sichert sich damit eine verlässliche Wolfram-Quelle — in einem Umfeld, in dem China seine Exportbeschränkungen für das Metall immer weiter verschärft. Wichtig für Almonty: Der Vertrag schließt mögliche Phase-II-Erweiterungen in Sangdong explizit aus. Das Unternehmen kann zusätzliche Volumina künftig eigenständig vermarkten.
Produktion läuft, Mine liefert
Die Vertragserweiterung folgt auf einen operativen Meilenstein. Am 1. Juli 2026 nahm Almonty die Verarbeitungsanlage in Sangdong in Betrieb. Die Mine liefert damit erstmals verkaufsfähiges Wolframkonzentrat — nach Jahren der Entwicklungsphase ein entscheidender Schritt für das Unternehmen.
Almonty positioniert sich mit Projekten in Südkorea, Portugal und Spanien als wichtiger Wolfram-Lieferant außerhalb Chinas, insbesondere für Verteidigung und Hochtechnologie. Der neue Vertrag mit GTP passt in diese Strategie: Er bindet einen Großkunden langfristig und zu besseren Konditionen.
An der Börse zeigt sich die Aktie derzeit von der Nachricht unbeeindruckt. Der Kurs liegt bei 19,39 kanadischen Dollar, rund 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD aus dem April. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von über 200 Prozent — der jüngste Rückgang der vergangenen Wochen dürfte eher mit der allgemeinen Marktstimmung als mit den operativen Fortschritten in Sangdong zusammenhängen.
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