Almonty Industries hat den Schritt vom Minenentwickler zum aktiven Produzenten vollzogen. Die Sangdong-Mine in Südkorea läuft. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen einen milliardenschweren Liefervertrag, der die Einnahmen für die kommenden zwei Jahrzehnte absichert.

Langfristvertrag mit GTP deutlich ausgeweitet

Almonty hat seine Partnerschaft mit Global Tungsten & Powders (GTP) massiv erweitert. Der bestehende Abnahmevertrag läuft künftig 21 Jahre. Das vereinbarte Volumen steigt um 40 Prozent, der Preis verbessert sich um rund 6,3 Prozent gegenüber den bisherigen Konditionen.

Bei aktuellen Preisen für Ammoniumparawolframat (APT) soll der Vertrag jährlich etwa 490 Millionen Dollar an Einnahmen bringen. Er deckt rund 90 Prozent der geplanten Phase-1-Produktion aus Sangdong ab. Für Almonty bedeutet das: langfristige Einnahmesicherheit, während die Produktion hochgefahren wird.

Sangdong produziert im Regelbetrieb

Die Aufbereitungsanlage in der Provinz Gangwon hat im Juli den Betrieb aufgenommen. Mittlerweile läuft die Produktion im regulären Zyklus. Aktuell verarbeitet die Anlage einen Erzvorrat von rund 139.700 Tonnen mit einem geschätzten Bruttowert von etwa 68 Millionen Dollar.

Dieser Vorrat sichert die Anlage in der Anlaufphase mit stetigem Materialnachschub. Der Start der Konzentrat-Produktion markiert das Ende der Inbetriebnahme. Sangdong wird damit zu einer der wenigen bedeutenden Wolfram-Quellen außerhalb Chinas — relevant für Rüstung, Halbleiter und Luftfahrt.

Börsenrückzüge bündeln das Listing

Parallel zum operativen Fortschritt räumt Almonty seine Börsenpräsenz auf. Der Rückzug von der Toronto Stock Exchange (TSX) ist seit dem 31. Juli 2026 vollzogen. Als Nächstes verlässt das Unternehmen die australische Börse ASX: Der Handel mit den dortigen CHESS Depositary Interests endet am 28. August 2026, das offizielle Delisting folgt am 1. September 2026.

Ziel ist es, Verwaltungsaufwand und Kosten für mehrere Primärlistings zu reduzieren. Der TSX-Austritt löste bereits technischen Verkaufsdruck aus, weil passive Fonds die Aktie aus Indizes wie dem FTSE Global Small Cap Index nehmen mussten. Die Präsenz in den Russell-1000- und Russell-3000-Indizes bleibt für die institutionelle Sichtbarkeit dagegen bestehen.

Wolfram als strategisches Metall

Mit der laufenden Produktion positioniert sich Almonty als Antwort auf Lieferkettenrisiken im Wolframmarkt. Das Unternehmen wirbt für eine transparente, konfliktfreie Quelle — zu einer Zeit, in der westliche Regierungen verstärkt auf heimische oder alliierte Rohstoffquellen setzen.

Für den Rest des Jahres 2026 steht die volle Auslastung von Phase 1 im Fokus. Zusätzlich treibt Almonty Pläne für eine Wolframoxid-Weiterverarbeitung in Südkorea voran. Damit will der Konzern einen größeren Teil der Wertschöpfungskette selbst abdecken.