Almonty Aktie: 6,1 Millionen EBITDA im Q1

Almonty steigert Umsatz und EBITDA deutlich, bleibt aber netto in den roten Zahlen. Der Fokus liegt nun auf der strategischen Sangdong-Mine in Südkorea.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzsprung um 221 Prozent
  • EBITDA dreht auf 6,1 Mio. Dollar
  • Nettoverlust durch Bewertungseffekte
  • Sangdong-Mine als strategischer Schlüssel

Der Umsatz springt, der Cashflow dreht ins Plus – und trotzdem steht unter dem Strich ein Verlust. Bei Almonty Industries zeigt das erste Quartal 2026, wie stark Wolframpreise und operative Hebel inzwischen wirken. Der eigentliche Test liegt nun bei Sangdong, der südkoreanischen Mine mit strategischer Bedeutung für westliche Lieferketten.

Wolframpreis treibt den Umsatz

Almonty steigerte den Umsatz im Quartal um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 7,9 Millionen Dollar. Haupttreiber waren der höhere Spotpreis für Wolfram-APT und die robuste Produktion in der Panasqueira-Mine.

Noch wichtiger ist der operative Umschwung. Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen Dollar, nach einem Minus von 2,4 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Vorstandschef Lewis Black sprach von einem „entscheidenden Wendepunkt“ für die finanzielle Entwicklung des Unternehmens.

Auch beim Geldfluss zeigt sich der Hebel. Der operative Cashflow erreichte 9,7 Millionen Dollar, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Abfluss von 4,4 Millionen Dollar angefallen war. Das macht die Quartalszahlen relevanter als einen reinen Rohstoffpreis-Effekt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?

Verlust durch Bewertungseffekte

Der Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar wirkt auf den ersten Blick wie ein Bremsklotz. Er wurde jedoch von nicht zahlungswirksamen Neubewertungsaufwendungen über 8,4 Millionen Dollar geprägt, die mit eingebetteten Derivaten und Optionsschein-Verbindlichkeiten zusammenhängen.

Diese Belastungen entstanden durch den Kursanstieg der Aktie im Quartal. Operative Leistung, Liquidität und Cashflow wurden dadurch nicht direkt beeinträchtigt. Genau deshalb richtet sich der Blick stärker auf EBITDA und operativen Cashflow als auf das ausgewiesene Nettoergebnis.

Finanziell steht Almonty komfortabel da. Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über 259,9 Millionen Dollar an Barmitteln und eine Working-Capital-Position von 169,5 Millionen Dollar. Das verschafft Spielraum für den Hochlauf der nächsten Projekte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?

Sangdong wird zum Schlüsselprojekt

Die formelle Inbetriebnahmefeier der Sangdong-Wolframmine in der südkoreanischen Provinz Gangwon fand im März 2026 statt. Damit rückt eine Lagerstätte zurück in den Vordergrund, die seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr produziert hatte.

Für Almonty ist Sangdong mehr als ein einzelnes Minenprojekt. Die Mine soll eine größere Rolle in der Wolframversorgung außerhalb Chinas spielen. Das passt zum politischen und industriellen Umfeld, in dem kritische Rohstoffe stärker strategisch bewertet werden.

Nach dem Quartal kündigte das Unternehmen außerdem die Verlagerung des Firmensitzes von Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana an. Der Schritt unterstreicht die stärkere Ausrichtung auf amerikanische Industrie- und Verteidigungsakteure. Das dürfte spannend werden, wenn Sangdong in die operative Phase hineinwächst.

An der Börse ist viel davon bereits eingepreist. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 26,74 CAD; trotz eines Rückgangs von 10,81 Prozent in den vergangenen 30 Tagen liegt sie seit Jahresanfang noch 122,28 Prozent vorn. Nach der Inbetriebnahme von Sangdong wird die nächste Messlatte sein, wie schnell die Mine zum Cashflow beiträgt und ob Almonty den operativen Umschwung auch ohne weiteren Rückenwind beim Wolframpreis halten kann.

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty

Über Andreas Sommer 4248 Artikel

Über mich: Erfahrung für Ihren Anlageerfolg

Als Finanzanalyst und Börsenjournalist beschäftige ich mich seit über vier Jahrzehnten intensiv mit den Finanzmärkten. Meine Spezialisierung liegt auf der Analyse wachstumsstarker Aktien und der Entwicklung von Anlagestrategien, die fundamentale Bewertung mit technischer Analyse kombinieren.

Ein zentraler Aspekt ist das Timing („Timing is Money“), denn Risikobegrenzung ist essenziell („Vermeiden ist besser als Verlieren!“). Mein Ziel ist es, Ihnen klare Orientierung in dynamischen Märkten zu bieten.

Mein Weg an die Börse: Vom Bankberater zum Analysten

Meine Faszination für die Finanzmärkte entwickelte sich schon früh. Wichtige Stationen meines Weges sind:

  • Bankwesen: Über zehn Jahre Erfahrung als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank legten den Grundstein im Kundengeschäft.
  • Wendepunkt 1987: Der Börsencrash weckte mein tiefes Interesse an der technischen Analyse als wichtiges Instrument zur Risikosteuerung.
  • Finanzjournalismus: Als Finanzredakteur und Chefredakteur für Börsenpublikationen vertiefte ich meine Marktkenntnisse.
  • Strategieentwicklung: Über die Jahre entwickelte ich meinen heutigen ganzheitlichen Ansatz, der Fundamentaldaten und Charttechnik systematisch verbindet.

Meine Arbeit: Analysen, Strategien und Einblicke

Meine Expertise und meine Anlagestrategien teile ich auf verschiedenen Wegen:

  • Buch "Die Wachstumsaktien-Strategie": In diesem Buch (VNR Verlag) stelle ich praxisnah meine Methode zur Auswahl von Wachstumsaktien und zur Kombination von Fundamentalanalyse und Timing vor.
  • Markt-Barometer: Ein selbst entwickeltes Tool, das wöchentlich das Börsenklima anhand globaler Indikatoren einschätzt und bei der Risikosteuerung hilft.
  • Einblicke teilen: Meine Marktmeinung zu Aktien, Gold, Krypto und Rohstoffen teile ich regelmäßig bei Auftritten auf Finanzmessen (z.B. Invest Stuttgart), in Fachmedien (z.B. Börsen Radio Network) und auf meinem YouTube-Kanal „Chartanalyse-Trends“.

Unabhängigkeit und Transparenz sind die Grundlage meiner Arbeit.

Mein Ziel: Ihr Navigator im Finanzmarkt

Ich möchte Anlegern – ob Einsteiger oder Profi – klare, fundierte und umsetzbare Strategien an die Hand geben. Mit meinen Analysen und Werkzeugen helfe ich Ihnen, sich im oft komplexen Finanzmarkt zurechtzufinden und erfolgreich zu investieren.