Almonty Industries verkauft derzeit nicht nur Wolfram. Das Unternehmen verkauft auch eine strategische Geschichte: weniger Abhängigkeit von China, mehr Nähe zu US-Industrie und Verteidigung. Genau diese Mischung treibt die Stimmung rund um die Aktie.
Der entscheidende Schritt ist der Umzug der Konzernzentrale von Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana. Damit rückt das Management näher an staatliche Beschaffer, Rüstungsunternehmen und industrielle Abnehmer. Bei einem Rohstoff wie Wolfram ist das mehr als Symbolik.
Montana statt Toronto
Wolfram gilt als kritischer Rohstoff für Anwendungen in Verteidigung, moderner Elektronik und industrieller Fertigung. Chinas Rolle in dieser Lieferkette ist seit Jahren ein politischer Risikofaktor. Exportbeschränkungen und Beschaffungsverbote im Verteidigungsbereich erhöhen den Druck auf westliche Abnehmer, alternative Quellen aufzubauen.
Almonty positioniert sich genau in dieser Lücke. Der Sitz in Montana soll die Rolle als US-naher Lieferant stärken, auch wenn die operativen Projekte international verteilt bleiben. Die Botschaft ist klar: Das Unternehmen will Teil einer westlichen Wolfram-Lieferkette werden.
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Finanziell hat Almonty dafür Spielraum. Zum 31. März 2026 meldete das Unternehmen liquide Mittel von 259,9 Millionen Dollar und ein Working Capital von 169,5 Millionen Dollar. Diese Reserven sollen den Ausbau der Projektpipeline unterstützen, darunter das Gentung-Wolframprojekt.
Dazu kommt frisches Kapital aus dem vergangenen Jahr. Almonty hatte 2025 einen Börsengang über 90 Millionen Dollar und später eine Anschlussfinanzierung über 129 Millionen Dollar durchgeführt. Das verschafft dem Unternehmen Luft, während es vom Entwickler stärker in Richtung Großproduzent rückt.
Analysten sehen höhere Ziele
Auch Analysten reagieren auf die veränderte Ausgangslage. Alliance Global Partners hob das Kursziel für Almonty auf 26,25 Dollar an, nach zuvor 19,25 Dollar. D.A. Davidson blieb bei einer Kaufempfehlung und nannte ein Ziel von 25,00 Dollar, mit Verweis auf die angespannte Versorgungslage im Wolframmarkt.
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Operativ richtet sich der Blick vor allem auf Sangdong in Südkorea. Die Mine wurde im März 2026 offiziell in Betrieb genommen und gilt als zentraler Baustein, um ein bedeutendes Wolframvorkommen wieder für westliche Lieferketten verfügbar zu machen. Die Panasqueira-Mine in Portugal liefert derweil weiter laufende Produktion.
Der Personalwechsel in der Finanzspitze passt zu dieser Phase. Jorge Beristain übernimmt zum 1. Juni 2026 den Posten des Finanzchefs und folgt auf Brian Fox. Seine Erfahrung in Kapitalmärkten und Bergbau soll helfen, die nächste Wachstumsphase zu finanzieren und zu steuern.
Wolfram wird politischer
Almonty profitiert davon, dass Rohstoffsicherheit inzwischen ein industriepolitisches Thema ist. Projekte in Südkorea, Portugal, Spanien und den USA verteilen die Risiken breiter als ein einzelner Standort. Das ist besonders wichtig, wenn staatliche Beschaffung und Lieferkettenprüfung stärker in den Vordergrund rücken.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der kommerzielle Hochlauf der ersten Phase von Sangdong. Gelingt er planmäßig, bekommt Almontys US-Neuausrichtung operatives Gewicht. Ohne diesen Produktionsbeitrag bleibt die Montana-Strategie vor allem ein starkes Signal an einen Markt, der derzeit nach nicht-chinesischem Wolfram sucht.
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