Almonty Aktie: EBITDA dreht positiv auf 6,1 Millionen

Almonty verzeichnet starken Umsatzanstieg und schrumpfenden Verlust, bleibt aber durch hohe Investitionen in der Expansionsphase.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursplus von 2,4 Prozent in Toronto
  • Umsatzwachstum um 221 Prozent
  • Nettoverlust deutlich reduziert
  • Sangdong-Ausbau als Schlüsselprojekt

Die Almonty-Aktie hat sich gefangen. Nach einem volatilen Berichtszeitraum stieg der Kurs in Toronto am Mittwoch um 2,41 Prozent auf 24,26 kanadische Dollar.

Die Frage ist nun, ob der Schritt von Dauer ist. Denn die Q1-Zahlen vom 11. Mai zeigen ein Unternehmen im Übergang: steigende Erlöse, aber weiter hohe Investitionen.

Umsatz explodiert, Verlust schrumpft

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 221 Prozent auf 25,4 Millionen CAD. Das bereinigte EBITDA drehte von minus 2,4 Millionen auf plus 6,1 Millionen. Der operative Cashflow lag bei 9,7 Millionen CAD – nach einem Abfluss von 4,4 Millionen im Vorjahr.

Positiv: Der Nettoverlust sank von 34,6 auf 5,3 Millionen CAD, je Aktie von 0,13 auf 0,02 Dollar.

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Doch die Investitionstätigkeit verschlang 21,8 Millionen CAD. Almonty befindet sich im Ausbau, nicht im steady state.

Cash-Polster bleibt groß

Die liquideste Position ist der Bargeldbestand. Zum 31. März lag er bei 259,9 Millionen CAD, leicht unter dem Jahresendwert von 268,4 Millionen. Hinzu kommen Forderungen von 10,3 Millionen.

Almonty geht davon aus, dass die verfügbaren Mittel für mindestens 15 Monate reichen. Ein wichtiges Signal für Anleger, die auf die Kapitaldecke achten.

Die Bilanzsumme beträgt 605,6 Millionen CAD, das Eigenkapital 356,9 Millionen. Die langfristigen Verbindlichkeiten: 165,3 Millionen.

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Gemischtes operatives Bild

In Panasqueira sank die Produktion um 14,7 Prozent, die Auslieferungen um 15,5 Prozent. Der Umsatz stieg dennoch um 221 Prozent – dank stark gestiegener Wolframpreise. Der APT-Spotpreis, ein wichtiger Benchmark, zog deutlich an.

Das setzt die Messlatte für die kommenden Quartale höher. Investoren werden beobachten, ob die Preise halten und die Mengen wieder steigen.

Sangdong bleibt der Prüfstein

Die wichtigste Baustelle ist Sangdong in Südkorea. Phase I läuft seit Dezember 2025 im kommerziellen Abbau. Die Aufbereitungsanlage befindet sich in der Hochlaufphase. Zielkapazität: rund 640.000 Tonnen pro Jahr.

Phase II ist bereits genehmigt und könnte die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln. Voraussetzung: positive Ergebnisse aus Phase I und günstige Marktbedingungen. Ein möglicher Zeitrahmen ist 2027.

Der aktuelle Kurs von 24,26 CAD liegt rund 20 Prozent über dem Schlusskurs zum Quartalsende (20,24 CAD). Die Märkte haben bereits Fortschritte eingepreist. Ob Almonty diese Erwartungen mit wiederholbaren Ergebnissen untermauern kann, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.