Almonty Industries hat am Donnerstag einen mehrjährigen Liefervertrag für Wolframkonzentrat besiegelt. Vertragspartner ist die Wolfram Bergbau und Hütten AG, eine Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe. Gegenstand der Vereinbarung ist die Aufbereitung von Haldenbeständen am spanischen Minenstandort Los Santos. Der Kontrakt sieht die Abnahme von rund 1.720 Tonnen enthaltenem Wolframtrioxid (WO₃) vor.

Die Vereinbarung wurde als sogenannter Take-or-pay-Vertrag ausgestaltet. Für die Abnahmerechte ist zudem eine an Bedingungen geknüpfte Vorauszahlung von 3,0 Millionen US-Dollar vorgesehen. Durch die Vereinbarung werden die bereits vorhandenen Rückstände an der Abraumhalde einer wirtschaftlichen Verwertung zugeführt, ohne dass dafür neuer Abbau im Tagebau erforderlich ist.

Für den Wolframproduzenten bedeutet dieser Schritt eine zusätzliche Verwertung bestehender Reststoffe. Solche Aufbereitungen historischer Halden gelten in der Rohstoffbranche als vergleichsweise planbarer Weg, um zusätzliche Produktionsmengen bereitzustellen, da das Material bereits gefördert an der Oberfläche lagert.

Internationale Expansionsschritte und Kapitalmaßnahmen

Die Vereinbarung in Spanien folgt auf weitere Weichenstellungen des Unternehmens. Am vergangenen Montag unterzeichnete Almonty eine Vereinbarung mit der Regierung von Ruanda zur Erschließung und Verarbeitung von Wolfram. Dabei erhält das Land eine Beteiligung von 25 Prozent an der Almonty Rwanda Pty Ltd.

Als Gegenleistung bringt Ruanda die Explorationskonzession Shyorongi sowie eine Lizenz zur Erzverarbeitung ein. Die verbleibenden 75 Prozent an der Gesellschaft hält Almonty.

Parallel zu den Projekten hatte das Management vor rund einem Monat ein Aktienrückkaufprogramm für das Jahr 2026 auf den Weg gebracht. Die Autorisierung durch das Führungsgremium umfasst den Erwerb von bis zu 14.400.000 Stammaktien. Dies entsprach zum Stichtag am 14. August 2026 einem Anteil von rund 5 Prozent der damals ausstehenden Anteile.

Kursentwicklung an den Handelsplätzen

Am Markt stießen die Nachrichten zuletzt auf eine verhaltene Resonanz. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 12,07 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen verbuchte der Titel einen Rückgang von 9,7 Prozent. Dennoch beläuft sich das Kursplus seit dem Jahresanfang auf 52 Prozent.

Damit behauptet das Papier trotz der jüngsten Abgaben im bisherigen Jahresverlauf einen deutlichen Wertzuwachs. Die kommenden Quartale dürften zeigen, wie zügig die vereinbarten Aufbereitungsmaßnahmen in Spanien umgesetzt werden und welchen Ertragsbeitrag die Verwertung der Haldenbestände für das Unternehmen liefert.