Almonty Aktie: Sangdong-Daten am 21. Mai

Almonty veröffentlicht erste Produktionsdaten der Sangdong-Mine. Molybdän-Projekt und starke Quartalszahlen stützen die positive Entwicklung.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Erste Produktionsdaten am 21. Mai
  • Molybdän-Projekt mit Abnahmevereinbarung
  • Umsatz steigt um 221 Prozent
  • Aktionäre stimmen über Ausbau ab

Almonty steht vor einer Woche, die den jüngsten Kursaufschwung mit operativen Fakten unterlegen muss. Am 21. Mai legt der Konzern erstmals Produktionsdaten zur Sangdong-Mine in Südkorea vor. Parallel wächst im Schatten des Wolfram-Projekts ein zweites Standbein: Molybdän.

Sangdong liefert den ersten Realitätscheck

Die erste Phase der Mine nahm Ende März den kommerziellen Betrieb auf. Die Anlage ist auf 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt, was rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat entspricht. Der Erzgehalt liegt bei etwa 0,51 Prozent Wolframtrioxid.

Das ist der Kern der Investmentstory. Sangdong gilt wegen dieses hohen Gehalts als ungewöhnlich attraktives Projekt, weil die Qualität des Erzes direkt auf Kostenstruktur und potenzielle Margen einzahlt. Analysten von DA Davidson erwarten, dass die Mine im zweiten Quartal 2026 die volle kommerzielle Kapazität erreicht.

Molybdän wird zum zweiten Hebel

Weniger beachtet ist das Molybdän-Projekt am selben Standort. Almonty hat mit SeAH M&S eine exklusive Abnahmevereinbarung geschlossen. Der südkoreanische Verarbeiter soll über die gesamte Minenlaufzeit sämtliche Produktion aus dem Sangdong-Molybdän-Projekt kaufen.

Das Projekt verfügt bereits über Bergbau- und Umweltgenehmigungen. Der Produktionsstart wird bis Ende 2026 angepeilt, die erwartete Laufzeit liegt bei 60 Jahren. Bei voller Auslastung soll die Mine jährlich rund 5.600 Tonnen Molybdän liefern.

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Der Standort macht die Sache operativ interessant. Das Molybdän-Projekt liegt nur etwa 150 Meter vom Wolfram-Projekt entfernt. Gemeinsame Infrastruktur, kürzere Wege und vorhandenes Know-how könnten die Entwicklungskosten senken.

Die Abnahmevereinbarung enthält einen Mindestpreis von 19,00 US-Dollar je Pfund vor Abzug von Verarbeitungskosten. Das schafft eine planbarere Erlösbasis, sofern der Hochlauf gelingt. SeAH baut außerdem eine Metall- und Fertigungsanlage in Texas für 110 Millionen US-Dollar, die unter anderem SpaceX sowie den US-Verteidigungs- und Luftfahrtsektor beliefern soll.

Zahlen zeigen den operativen Schwenk

Die jüngsten Finanzdaten stützen den Eindruck, dass Almonty vom Projektentwickler stärker in Richtung Produzent rückt. Der Umsatz im Auftaktquartal stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar. Treiber war vor allem der höhere Spotpreis für Wolfram-APT, während die Panasqueira-Mine operativ weiter lieferte.

Das bereinigte EBITDA drehte auf 6,1 Millionen US-Dollar ins Plus. Unter dem Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 5,3 Millionen US-Dollar. Der Grund lag vor allem in nicht zahlungswirksamen Bewertungsverlusten auf ausstehende Warrants, ausgelöst durch den starken Anstieg der Aktie.

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Finanziell hat Almonty Spielraum. Ende März lagen die liquiden Mittel bei 259,9 Millionen US-Dollar. Das Working Capital betrug 169,5 Millionen US-Dollar.

Nachfrage kommt aus der Geopolitik

Der Markt für Wolfram hat sich spürbar verknappt. APT verteuerte sich von rund 900 auf über 3.000 US-Dollar je metrische Tonneneinheit. Bis April entsprach das einem Anstieg von mehr als 230 Prozent.

Auslöser war Chinas Wechsel von Exportquoten zu einem Lizenzsystem mit nur 15 staatlich kontrollierten Unternehmen. Die Folge: APT-Exporte kamen Anfang 2026 weitgehend zum Erliegen. Ab Januar 2027 müssen US-Verteidigungsunternehmen Wolfram ausschließlich von nicht-chinesischen Lieferanten beziehen.

Am 9. Juni stimmen die Aktionäre über eine zweite Ausbauphase für Sangdong ab. Bei Zustimmung würde die Verarbeitungskapazität bis 2027 auf rund 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Dann könnte die Mine etwa 40 Prozent der globalen Wolframnachfrage außerhalb Chinas abdecken.

Die Aktie hat zuletzt Luft abgelassen: Am Freitag schloss sie in Toronto nach einem Rückgang von 4,68 Prozent bei 24,02 kanadischen Dollar. Der Monatstrend bleibt schwach, seit Jahresbeginn steht aber weiter ein kräftiges Plus. Die Produktionsdaten am 21. Mai und die Abstimmung am 9. Juni liefern nun die nächsten konkreten Prüfsteine für die Bewertung.

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