Almonty geht in eine Woche, die den hohen Erwartungen Substanz geben muss. Am 21. Mai kommen die ersten Produktionszahlen aus der Sangdong-Mine in Südkorea. Parallel rücken eine Abstimmung über den Ausbau und ein Wechsel im Finanzressort näher.
Die Aktie hat nach einer extremen Rally deutlich korrigiert. Jetzt zählt weniger die strategische Erzählung. Jetzt zählen Tonnen, Kosten und Tempo.
Sangdong muss liefern
Die erste Stufe der Mine läuft seit Ende März kommerziell. Die Anlage kann jährlich 640.000 Tonnen Erz verarbeiten und rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern.
Der Erzgehalt liegt bei rund 0,51% Wolframtrioxid. Das ist deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Genau hier liegt der Kern der Investmentstory: Sangdong soll nicht nur liefern, sondern günstig liefern.
Die Zahlen am Donnerstag sind deshalb mehr als ein operatives Update. Sie zeigen, wie sauber der Übergang vom Entwickler zum Produzenten läuft.
Ausbau und neuer Finanzchef
Auf der Hauptversammlung am 9. Juni sollen Aktionäre über die zweite Ausbaustufe von Sangdong abstimmen. Bei Zustimmung könnte Sangdong nach Unternehmensangaben etwa 40% der Wolframnachfrage decken, die heute außerhalb Chinas bedient wird. Das macht das Projekt strategisch wichtig.
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Das Management bereitet eine Phase vor, die die Verarbeitung bis 2027 auf bis zu 1,2 Mio. Tonnen jährlich heben würde. Damit würde Almonty den ursprünglichen Plan etwa verdoppeln.
Am 1. Juni übernimmt Jorge Beristain den CFO-Posten. Er ersetzt Brian Fox, der das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen hat. Bis dahin führt Guillaume de Lamaziere das Finanzressort übergangsweise.
Beristain bringt Kapitalmarkterfahrung aus der Metallbranche mit. Das passt zur Lage. Almonty braucht in der Hochlaufphase nicht nur operative Disziplin, sondern auch glaubwürdige Kommunikation mit dem Markt.
Rückenwind aus Preisen und Bilanz
Operativ kam Almonty zuletzt mit Schwung aus dem Quartal. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 221% auf 25,4 Mio. Dollar. Treiber waren höhere APT-Spotpreise und eine starke Leistung der Panasqueira-Mine.
Zum 31. März lagen die Barmittel bei 259,9 Mio. Dollar. Das Working Capital erreichte 169,5 Mio. Dollar. Damit hat das Unternehmen Spielraum, um Wachstumsschritte zu finanzieren.
Der Nettoverlust sank auf 5,3 Mio. Dollar nach 34,6 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Ein wichtiger Punkt: Die roten Zahlen hängen auch mit nicht zahlungswirksamen Buchungseffekten zusammen.
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Der Rohstoffmarkt liefert Rückenwind. APT stieg von rund 900 Dollar auf mehr als 3.000 Dollar je metric tonne unit, ein Plus von über 230%.
China wechselte von Exportquoten zu einem Lizenzsystem mit nur 15 staatlich kontrollierten Firmen. Ab Januar 2027 dürfen US-Rüstungsunternehmen kein chinesisches Wolfram mehr nutzen. Das stärkt den Wert nicht-chinesischer Lieferketten.
Mit Gentung-Browns Lake in Montana arbeitet Almonty an einem weiteren Projekt. Die Ressource umfasst 7,53 Mio. Tonnen. Produktionsreife peilt das Unternehmen für die zweite Hälfte 2026 an, mit 140.000 metric tonne units Jahresproduktion.
Kursrückgang trotz höherer Schätzungen
Am Freitag schloss die Aktie bei 24,02 C$. Über sieben Tage verlor sie 16,07%, auf Monatssicht 25,10%. Das ist eine spürbare Korrektur nach dem starken Lauf.
Auf Jahressicht bleibt der Kurs dennoch massiv im Plus. Die Korrektur wirkt deshalb weniger wie ein Bruch der Story, sondern wie ein Test der Bewertung.
Diamond Equity hob die Gewinnschätzung je Aktie für 2026 von 0,63 auf 0,72 Dollar an. Für das Folgejahr liegen die neuen Erwartungen bei 1,68 Dollar statt 1,43 Dollar. Als Grund nennt die Analyse den Hochlauf von Sangdong und den starken APT-Preis.
Die nächste Marke ist der 21. Mai. Danach folgen der CFO-Wechsel am 1. Juni und die Hauptversammlung am 9. Juni. Liefern die Produktionsdaten glaubwürdige Fortschritte, bekommt die Bewertung wieder eine operative Basis.
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