Almonty Industries verlässt an diesem Freitag die Toronto Stock Exchange. Der Wolfram-Produzent, an der TSX bislang unter dem Kürzel AII notiert, begründet den Schritt mit dem niedrigen Handelsvolumen an der kanadischen Börse. Auch von der australischen Börse ASX zieht sich das Unternehmen zurück, dort erfolgt der Rückzug zum 1. September. Übrig bleibt die Notierung an der Nasdaq unter dem Kürzel ALM, die Almonty nach dem Doppel-Delisting als primären Handelsplatz behält.
Kurs erholt sich nach schwerer Woche
Der Rückzug von der TSX trifft auf eine ohnehin angespannte Kursentwicklung. Die Aktie hatte zuletzt kräftig nachgegeben und testete zeitweise kritische Unterstützungszonen. Am heutigen Donnerstag zeigt sich jedoch eine Gegenbewegung: Der Kurs steigt um 3,90 Prozent auf 15,97 CAD. Von seinem 52-Wochen-Hoch bei 33,35 CAD, das der Titel Mitte April markiert hatte, bleibt die Aktie damit weiterhin gut die Hälfte entfernt – ein Abstand von 52,11 Prozent. Der Relative-Stärke-Index von 33 signalisiert eine überverkaufte Situation, was zur these einer möglichen Bodenbildung passt, die derzeit in der Anlegergemeinde diskutiert wird.
Die massive Diskrepanz zwischen dem aktuellen Niveau und dem Jahreshoch verdeutlicht, wie volatil das Papier zuletzt gehandelt wurde. Gleichzeitig bleibt der Titel weit über seinem 52-Wochen-Tief, das Ende Juli vergangenen Jahres markiert wurde – ein Beleg dafür, dass die grundsätzliche Aufwärtsbewegung der vergangenen zwölf Monate trotz der jüngsten Korrektur nicht vollständig aufgezehrt ist. Für Anleger bedeutet das: Die kurzfristige Nervosität um das Delisting überlagert derzeit eine mittelfristig deutlich positivere Kursbilanz.
Sangdong-Mine als fundamentaler Anker
Während die Delisting-Nachricht kurzfristig für Verunsicherung sorgt, verweisen Marktbeobachter auf den Produktionsstart der Sangdong-Mine als zentralen Wachstumstreiber für Almonty. Das Unternehmen wird in aktuellen Analysen als Wolfram-Produzent eingeordnet, der von der zunehmenden strategischen Bedeutung kritischer Rohstoffe profitieren soll. Almonty wird in diesem Zusammenhang neben anderen Werten aus den Bereichen Gaming, Kryptowährungen und Rohstoffe als Nutznießer eines breiteren Trends zu Investitionen in Zukunftstechnologien und knappe Ressourcen genannt.
Der bevorstehende Rückzug von zwei der drei bisherigen Handelsplätze dürfte die Liquidität künftig stärker auf die Nasdaq konzentrieren. Für Anleger in Kanada und Australien bedeutet das eine Umstellung der Handelsgewohnheiten, während sich das fundamentale Bild um den Produktionshochlauf in Südkorea nicht verändert. Die Aktie zählte zuletzt zu den meistgesuchten Werten in der Anlegercommunity, was die anhaltend hohe Aufmerksamkeit für das Unternehmen unterstreicht.
Was Anleger jetzt im Blick behalten sollten
Kurzfristig dürfte der Handel um das Delisting-Datum selbst geprägt bleiben von erhöhter Volatilität, wie sie sich auch in der annualisierten 30-Tage-Schwankungsbreite von 87,55 Prozent widerspiegelt. Mittelfristig rückt der Blick stärker auf operative Fortschritte bei Sangdong sowie auf die Handelsaktivität an der Nasdaq als künftig alleinigem regulierten Haupthandelsplatz. Die Kombination aus überverkauften technischen Indikatoren und einer laufenden Strukturbereinigung der Börsennotierungen macht Almonty zu einem Wert, dessen kommende Wochen sowohl von Nachrichten zum Minenbetrieb als auch von der Reaktion des Marktes auf die neue, konzentrierte Handelsstruktur geprägt sein dürften.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 30. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

