Almonty: Jorge Beristain neuer CFO ab Juni

Almonty Industries verdreifacht den Umsatz und erzielt erstmals positiven operativen Cashflow, kämpft aber mit Buchverlusten und einem 19-prozentigen Kursrückgang vom Aprilhoch.

Almonty IndustriesDRC Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzsteigerung um 221 Prozent
  • Erstmals positiver operativer Cashflow
  • Firmensitz nach Montana verlegt
  • Sangdong-Mine als nächster Meilenstein

Umsatz verdreifacht, operativer Cashflow erstmals positiv — und trotzdem steht die Aktie rund 19 Prozent unter ihrem Aprilhoch. Bei Almonty Industries klafft zwischen fundamentaler Entwicklung und Kursverlauf eine Lücke, die Anleger derzeit intensiv diskutieren.

Historischer Quartalsbericht, aber mit Haken

Das erste Quartal 2026 markiert für Almonty tatsächlich eine Zäsur. Der Umsatz sprang um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar — getrieben vom stark gestiegenen Wolframpreis und der soliden Produktion der Panasqueira-Mine in Portugal. Das bereinigte EBITDA drehte auf plus 6,1 Millionen Dollar, der operative Cashflow erreichte 9,7 Millionen Dollar. Beides: erstmals positiv seit Jahren.

Den Nettogewinn verfehlte das Unternehmen dennoch. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 5,3 Millionen Dollar — verursacht durch 8,4 Millionen Dollar nicht zahlungswirksame Neubewertungseffekte aus der Fair-Value-Bilanzierung von Wandelanleihen und Warrants. Klassisches Buchverlust-Problem, das den operativen Fortschritt überdeckt.

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Verlegung nach Montana, neuer CFO ab Juni

Parallel zur Zahlenveröffentlichung vollzog Almonty einen strategischen Schwenk: Der Firmensitz wurde nach Dillon, Montana verlegt. Das Signal ist klar — das Unternehmen positioniert sich als westlicher Lieferant kritischer Rohstoffe, direkt an der Schnittstelle zu US-Verteidigungs- und Industriekunden. Wolfram gilt in westlichen Lieferketten zunehmend als strategisch unverzichtbar.

Ab 1. Juni übernimmt Jorge Beristain als neuer CFO. Er soll die nächste Wachstumsphase begleiten, insbesondere den Hochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea auf volle kommerzielle Kapazität. Bis dahin führt Guillaume de Lamaziere das Finanzressort interimistisch.

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Kurs zwischen Jahreshoch und Bodenbildung

Die Aktie schloss am Freitag bei 26,20 australischen Dollar — ein Tagesplus von gut sechs Prozent, auf Wochensicht knapp vier Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs nahezu verdoppelt, auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von mehr als 535 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 32,51 AUD, erreicht im April, trennen die Aktie noch rund 19 Prozent.

Der RSI von knapp 80 signalisiert überkaufte Bedingungen, die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 90 Prozent. Analysten von D.A. Davidson und Alliance Global nennen Kursziele zwischen 23 und 26,25 US-Dollar — trotz des Rücksetzers vom Hoch bleibt die professionelle Einschätzung konstruktiv.

Sangdong als nächster Prüfstein

Das Augenmerk richtet sich nun auf die Hauptversammlung im Juni und die ersten konkreten Produktionsdaten aus Sangdong. Die Mine wurde im März offiziell in Betrieb genommen und gilt als eine der größten Wolframlagerstätten außerhalb Chinas. Wie schnell der Hochlauf gelingt, wird zeigen, ob die operative Trendwende aus dem ersten Quartal nachhaltig ist — oder ob der Kursrücksetzer vom Aprilhoch erst der Anfang einer längeren Konsolidierung war.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.