Alphabet rüstet seine Cloud-Sparte massiv auf. Auf der Hausmesse Cloud Next verkündete der Konzern einen der größten Infrastruktur-Verträge seiner Geschichte. Das Startup Thinking Machines Lab der ehemaligen OpenAI-Managerin Mira Murati mietet weitreichende Rechenkapazitäten. Insider beziffern das Volumen auf einen einstelligen Milliardenbetrag.
Nvidia-Chips als Zugpferd
Thinking Machines nutzt künftig Googles KI-Infrastruktur. Im Zentrum stehen Systeme mit Nvidias neuer Blackwell-Architektur. Das Startup greift dabei als einer der ersten Kunden auf die GB300-Server zurück. Erste Tests zeigen deutliche Erfolge. Die Trainingsgeschwindigkeit verdoppelte sich im Vergleich zur vorherigen Chip-Generation.
Das Ziel: kontinuierliches KI-Training auf globaler Ebene. Dafür integriert Google Cloud auch eigene Speicherlösungen und Datenbanken. Der Vertrag mit Muratis Startup ist dabei kein Einzelfall. Alphabet bindet derzeit gezielt die wichtigsten Entwickler an sich.
Die Jagd nach den großen Entwicklern
Erst diesen Monat sicherte sich Anthropic weitreichende Kapazitäten. Auch Meta betreibt ein milliardenschweres Abkommen für Googles hauseigene TPU-Chips. Auf der Messe präsentierte Google weitere Neuerungen. Der Konzern legte einen 750 Millionen Dollar schweren Fonds für KI-Entwicklung auf. Parallel dazu startete eine Partnerschaft mit ServiceNow für automatisierte Unternehmensprozesse.
An der Börse kommt die Strategie gut an. Die Alphabet-Aktie notiert aktuell bei rund 291 Euro. Damit kratzt das Papier direkt am bisherigen Jahreshoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von fast 108 Prozent auf der Anzeigetafel. Anleger vertrauen offenbar dem Kurs des Managements.
Hohe Kosten treffen auf hohe Erwartungen
Der Ausbau der Infrastruktur verschlingt jedoch enorme Summen. Alphabet plant für das laufende Geschäftsjahr Investitionen von bis zu 185 Milliarden Dollar. Das ist fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Der Markt debattiert längst nicht mehr über das Wachstum an sich. Die entscheidende Metrik ist das Tempo. Alphabet muss schnell genug wachsen, um diese massiven Ausgaben zu rechtfertigen.
Am kommenden Mittwoch legt Alphabet seine Zahlen für das erste Quartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn von 2,68 Dollar je Aktie. Der Umsatz soll bei knapp 107 Milliarden Dollar liegen. Die neuen Cloud-Verträge füllen die Auftragsbücher. Der Quartalsbericht wird nun zeigen, wie viel von dieser Nachfrage bereits in handfeste Umsätze fließt.
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