Alphabet ordnet sein Imperium neu. Während der Tech-Gigant diese Woche seine bisher größte Übernahme im Bereich Cybersicherheit finalisierte, trennt sich der Konzern gleichzeitig von seinem kapitalintensiven Glasfasergeschäft. Diese parallelen Schritte zeigen deutlich, wo das Management die zukünftigen Wachstumstreiber sieht und welchen Ballast es abwerfen möchte.
Fokus auf Cloud und Sicherheit
Am Mittwoch vollzog Google offiziell den Kauf des israelischen Sicherheitsunternehmens Wiz für 32 Milliarden US-Dollar. Es ist die teuerste Akquisition in der Geschichte des Konzerns. Wiz, das im vergangenen Jahr bereits wiederkehrende Umsätze von über einer Milliarde Dollar verzeichnete, soll die Cloud-Sparte von Google stärken.
Da immer mehr Unternehmen ihre Daten in die Cloud verlagern und Künstliche Intelligenz nutzen, wächst der Bedarf an nativen Sicherheitslösungen rasant. Mit der Integration der Wiz-Plattform rüstet sich Google für den verschärften Wettbewerb mit Rivalen wie Amazon und Microsoft. Die 1.800 Mitarbeiter von Wiz profitieren dabei von einem massiven Aktienpaket im Wert von rund drei Milliarden Dollar sowie weiteren Bindungsprämien.
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Trennung von Kostentreibern
Zeitgleich strukturiert Alphabet seine verlustreiche Sparte der „Other Bets“ um. Das Glasfaserprojekt GFiber wird in ein neues, unabhängiges Unternehmen ausgelagert, an dem die Investmentfirma Stonepeak die Mehrheit hält. Alphabet bleibt als Minderheitsaktionär an Bord.
Dieser Schritt entlastet die Bilanz spürbar. Die experimentellen Geschäftsbereiche des Konzerns, zu denen auch das autonome Fahren via Waymo gehört, verbuchten 2025 einen operativen Verlust von 16,8 Milliarden Dollar. Durch die Auslagerung fließen externe Mittel in den Netzausbau, während das Management intern Kapital für das Kerngeschäft freisetzt.
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Starkes Fundament trotz Marktdrucks
Finanziell ist der Konzern für diesen Umbau bestens gerüstet. Im Jahr 2025 kletterte der Gesamtumsatz auf über 402 Milliarden Dollar, wobei besonders das Cloud-Geschäft im vierten Quartal mit einem Wachstum von 48 Prozent herausstach. Um die hohe Nachfrage nach KI-Produkten zu bedienen, plant Alphabet für 2026 gewaltige Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar.
Trotz dieser starken operativen Entwicklung verzeichnete die Aktie zuletzt leichte Schwächen und schloss am Donnerstag bei 264,65 Euro. Geopolitische Risiken und ein allgemeiner Abverkauf im Tech-Sektor drücken aktuell auf den Kurs, auch wenn das Papier auf Jahressicht noch immer ein Plus von gut 76 Prozent aufweist.
Mit dem Abschluss der Wiz-Übernahme und der GFiber-Auslagerung schärft Alphabet sein Profil. Der Konzern konzentriert seine Ressourcen nun auf margenstarke, KI-getriebene Cloud-Dienste und reduziert die Belastungen durch infrastrukturintensive Nebenprojekte. Die für das vierte Quartal geplante finale Abwicklung des Glasfaser-Deals wird diesen strategischen Schwenk formal abschließen.
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