Alphabet braucht frisches Kapital für seine Rechenzentren. Dafür betritt der Google-Mutterkonzern nun Neuland. Das Unternehmen gibt erstmals Anleihen in japanischen Yen heraus. Damit finanziert der Tech-Gigant die explodierenden Kosten seiner KI-Infrastruktur.
Milliarden für neue Rechenzentren
Bank of America, Mizuho und Morgan Stanley begleiten die Transaktion. Die Laufzeiten der Papiere reichen von drei bis zu 40 Jahren. Das genaue Volumen ist noch offen. Marktkreise erwarten eine Summe von mehreren hundert Milliarden Yen. Das Geld fließt direkt in neue Rechenzentren und spezielle Hardware.
Der Kapitalbedarf wächst rasant. Die Folge: Im ersten Quartal verdoppelte Alphabet seine Investitionsausgaben im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit Ausgaben von bis zu 190 Milliarden US-Dollar. Die gesamte US-Tech-Branche investiert massiv. Die Ausgaben der großen Cloud-Anbieter für KI-Infrastruktur dürften im laufenden Jahr die Marke von 700 Milliarden US-Dollar knacken.
Eigene Chips und KI-Abwehr
Alphabet baut parallel dazu seine eigene Chip-Produktion aus. Die hauseigenen Tensor Processing Units machen den Konzern unabhängiger von externen Zulieferern. Analysten trauen dieser internen Chip-Sparte bis 2027 einen Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar zu.
Abseits der Hardware meldet das Unternehmen Erfolge in der Cybersicherheit. Die Google Threat Intelligence Group verhinderte kürzlich einen großangelegten Hackerangriff. Kriminelle nutzten ein Sprachmodell, um eine Schwachstelle in einer Web-Software zu finden. Google-Forscher erkannten die KI an spezifischen Mustern im Code. Entwickler schlossen die Lücke rechtzeitig.
Aktie nahe Rekordhoch
Der Markt honoriert diesen Wachstumskurs. Die Alphabet-Aktie notiert aktuell bei 328,70 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von 130 Prozent auf der Anzeigetafel. Das jüngste 52-Wochen-Hoch bei knapp 340 Euro ist in greifbarer Nähe.
Die fundamentalen Daten stützen diese Bewertung. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz um fast 22 Prozent auf knapp 110 Milliarden US-Dollar. Aktionäre profitieren direkt von dieser Entwicklung. Mitte Juni schüttet Alphabet die nächste, frisch erhöhte Quartalsdividende aus.
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