Der US-Technologiekonzern Alphabet baut den Vertrieb seiner künstlichen Intelligenz über ein neues Hardware-Segment aus. Google startete die Vorbestellungen für eine gemeinsam mit Herstellern entwickelte Notebook-Kategorie namens Googlebook. Die Geräte von Partnern wie Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo setzen preislich ab 899 $ an und rücken die werkseitige Einbindung der hauseigenen Gemini-Software in den Mittelpunkt.
Mit diesem Schritt zielt der Konzern darauf ab, generative KI-Funktionen direkt auf den Endgeräten der Nutzer zu verankern. Die Initiative markiert den Versuch, die Gemini-Modelle neben Cloud-Diensten und Smartphones als festen Bestandteil des Alltagscomputings zu etablieren.
Britische Aufsicht nimmt Such- und KI-Voreinstellungen ins Visier
Während Google seine KI-Werkzeuge enger an Hardware bindet, verschärfen Wettbewerbsbehörden die Vorgaben für den Marktzugang. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) legte am Mittwoch einen Vorschlag für Auswahlbildschirme auf den Plattformen Android und Chrome vor. Demnach soll Google dazu verpflichtet werden, Nutzern alternative Suchanbieter sowie dafür qualifizierte KI-Assistenten aktiv zur Wahl zu stellen.
Die Konsultation zu diesen Plänen läuft bis zum 9. Oktober, eine endgültige Entscheidung der CMA wird bis zum Jahresende erwartet. Für den Mutterkonzern Alphabet berührt der Vorstoß ein zentrales strategisches Feld: die Verknüpfung des dominierenden Webbrowsers und des Mobilbetriebssystems mit den eigenen Informations- und Assistenzdiensten.
Rechtliche Weichenstellungen und Hardware-Finanzierung
Die regulatorische Dynamik in Großbritannien folgt auf ein bedeutendes Urteil in den USA. Ein Bundesrichter ordnete am 16. September an, dass Google bestimmte Geschäftspraktiken im Bereich der Werbetechnologie lockern und für die Dauer von sechs Jahren einen internen Prüfer für Kartellrechts-Compliance einsetzen muss.
Die von der US-Regierung geforderte Zerschlagung des Geschäfts lehnte das Gericht jedoch ab; Alphabet kündigte an, gegen Teile der Entscheidung Berufung einzulegen.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau seiner Rechenkapazitäten über externe Kooperationen voran. Reuters berichtete, dass sich das Cloud-Gemeinschaftsunternehmen Crux AI von Alphabet und dem Finanzinvestor Blackstone einen Chip-Kredit über 22 Milliarden $ von zehn Banken gesichert hat.
Die Mittel dienen dem Kauf von Googles Tensor Processing Units. Blackstone steuerte vorab fünf Milliarden $ Eigenkapital bei, während Google TPUs sowie begleitende Software und Dienstleistungen einbringt.
An der Börse notierte das Papier zum Handelsschluss am Freitag bei 301,90 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Alphabet-Aktie damit ein Kursplus von 13 Prozent, liegt jedoch noch rund 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 350,75 Euro.
Stand heute, 27. September: Alphabet – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Alphabet investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 27. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

