Google Cloud forciert den Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen und hat einen universellen Arbeitsplatz-Assistenten vorgestellt. Das sogenannte Gemini agent soll Arbeitsabläufe eigenständig planen, sich mit bestehenden Unternehmenssystemen verknüpfen und fertige Aufgaben direkt in Dokumenten, Posteingängen sowie Entwicklungsumgebungen ausliefern.
An den Finanzmärkten konnte der Schritt den allgemeinen Abwärtstrend im Technologiesektor am gestrigen Donnerstag allerdings nur kurzzeitig bremsen: Im europäischen Handel gab die Alphabet-Aktie am Donnerstag um 0,8 Prozent nach und schloss bei 310,60 Euro.
Expansion im Geschäftskundenbereich und Rückenwind von Analysten
Die Ausrollung der neuen Unternehmensfunktionen gewinnt auch bei Großkunden an Fahrt. Wie Google Cloud mitteilte, vertieft der Telekommunikationskonzern Orange Spain die bestehende Partnerschaft.
Das Unternehmen beabsichtigt, mehr als 1.000 maßgeschneiderte KI-Agenten auf Basis von Gemini Enterprise einzusetzen. Google zielt damit darauf ab, Sprach- und Rechenmodelle aus der reinen Chat-Umgebung direkt in operative Geschäftsprozesse multinationaler Konzerne zu überführen.
Auch von Analystenseite gab es zur Wochenmitte Zuspruch für den US-Technologiekonzern. John Blackledge, Analyst bei TD Cowen, hob am gestrigen Donnerstag im Vorfeld der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal sein Kursziel für Alphabet von 475 $ auf 485 $ an und behielt die Einstufung mit „Buy“ bei.
Makroökonomischer Druck belastet Handelsverlauf
Die operative Produktankündigung half der Alphabet-Aktie an den US-Börsen im frühen Donnerstagshandel zunächst leicht nach oben, wie Reuters berichtete. Im weiteren Handelsverlauf geriet der Titel jedoch zusammen mit dem breiten Technologiesektor unter Druck.
Belastend wirkten steigende Rohölpreise sowie Inflations- und Zinssorgen an den Märkten, die insbesondere Halbleiter- und Techwerte nach unten zogen. Unternehmenseigene Auslöser für den späteren Rücksetzer waren laut Reuters nicht auszumachen.
Trotz der jüngsten Tagesschwäche bleibt der übergeordnete Trend positiv: Seit Jahresanfang verzeichnet die Alphabet-Aktie ein Kursplus von 17 Prozent. Neben der Softwareentwicklung investiert der Konzern parallel massiv in die Absicherung der benötigten Energieinfrastruktur für Rechenzentren.
Bereits am Dienstag hatte Google einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit Constellation Energy über 890 MW zusätzlicher Kernkraftkapazität bekannt gegeben, um die stetig wachsende Rechenleistung der KI-Sparte langfristig zu stützen.
Stand heute, 9. Oktober: Alphabet – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Alphabet investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 9. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

