Google hat lange geschwiegen — jetzt spricht eine Behördenakte. Eine neue Pflichtmitteilung aus Alaska zeigt, dass Alphabet mit seiner SpaceX-Beteiligung auf einem Vermögen sitzt, das die meisten Anleger schlicht nicht auf dem Radar hatten.
100 Milliarden Dollar, still gehalten
Google LLC hielt Ende 2025 einen Anteil von 6,11 Prozent an Elon Musks Raumfahrtunternehmen. Nach der Fusion von SpaceX mit xAI im Februar dürfte dieser Anteil auf rund fünf Prozent verwässert worden sein — bei einer angestrebten IPO-Bewertung von zwei Billionen Dollar wäre das dennoch rund 100 Milliarden Dollar wert. SpaceX hat vertraulich einen Börsengang beantragt und peilt laut Bloomberg eine Notierung im Juni an, mit einem Emissionsvolumen von bis zu 75 Milliarden Dollar — dem potenziell größten IPO der Geschichte.
Alphabet selbst schweigt zu seiner SpaceX-Beteiligung. Sichtbar wird sie nur indirekt: Im ersten Quartal 2025 verzeichnete der Konzern einen Gewinnbeitrag von acht Milliarden Dollar, der Bloomberg zufolge auf SpaceX zurückgeht. Für das Gesamtjahr 2025 summierten sich die unrealisierten Gewinne aus privaten Beteiligungen auf 24,1 Milliarden Dollar. Der ursprüngliche Einsatz war bescheiden: 2015 investierte Google gemeinsam mit Fidelity eine Milliarde Dollar in SpaceX — bei einer damaligen Bewertung von zehn Milliarden Dollar.
Gemini holt auf dem Mac auf
Parallel dazu schließt Google eine auffällige Lücke im KI-Markt. Mit dem Launch einer nativen Gemini-App für macOS ist das Unternehmen nun auf allen wichtigen Desktop-Plattformen vertreten — OpenAI und Anthropic hatten Mac-Apps bereits seit Längerem. Die App ist ab macOS 15 kostenlos verfügbar, lässt sich per Tastenkürzel aktivieren und bietet Bildgenerierung, Bildschirmanalyse und Dateiauswertung direkt im Arbeitsfluss. Kostenpflichtige Tarife reichen von 7,99 bis 249,99 Dollar monatlich. Strategisch relevanter dürfte jedoch die geplante Integration von Gemini in Siri und Apple Intelligence sein — voraussichtlich ab iOS 27 und macOS 27 noch in diesem Jahr.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Die Aktie notiert aktuell rund zwei Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat sich seit dem Tief vom April 2025 mehr als verdoppelt. Der RSI von 73,6 signalisiert eine technisch überkaufte Lage — ein Umstand, den der Markt am 29. April auf die Probe stellen wird. Dann präsentiert Alphabet seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Im Fokus steht neben dem KI-Umsatz auch die Kapitalallokation: Nach 91 Milliarden Dollar CapEx im Jahr 2025 hat das Management für 2026 zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Ein SpaceX-Börsengang würde dabei erheblichen finanziellen Spielraum freisetzen — und eine stille Wette aus dem Jahr 2015 endlich sichtbar machen.
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